Frauenchor feiert Fest zum Winteraustreiben mit Gesang und Tanz vor dem IkuZ

Der Frühling kann kommen

Mit lautem Gesang und fröhlichen Tänzen hat der russich-deutsche Frauenchor Rjabinuschki jetzt vor dem Interkulturellen Zentrum den Winter ausgetrieben und die Tradition des russischen Masleniza-Festes aufrechterhalten. Foto: Miehe

Bad Hersfeld. Da sich der Frühling immer noch nicht richtig einstellen will, versuchte der russisch-deutsche Frauenchor „Rjabinuschki“ nun auf tradierte Weise nachzuhelfen. Im und vor dem Interkulturellen Zentrum – dem IkuZ – in der Hersfelder Burggasse gestalteten die Chormitglieder das überlieferte Masleniza, das russische Fest der Wintervertreibung.

Zum vierten Mal war zu diesem Fest auch die Bevölkerung eingeladen, die ein ansprechendes Unterhaltungsprogramm erlebte. Unter der versierten Leitung von Nelly Neufeld trug der Frauenchor zunächst einige russische Lieder vor und die Kindertanzgruppe vom Lax tanzte unter Leitung von Marina Drük einige russische Tänze. Darüber hinaus bereicherten die „Singenden Frauen“, ein befreundeter Chor aus Korbach, das Programm.

Typische Speisen

Außerdem bot man typische Speisen an, die traditionsgemäß zu diesem Anlass in Russland gereicht wurden und werden, so unter anderem die auf verschiedene Weise gefüllten Pfannkuchen, die so genannten Blini.

Bei Einbruch der Dunkelheit brachte man die stolz gekleidete Winterpuppe schließlich vor die Stadtmauer und verbrannte diese unter dem Gejohle und dem klappernden Lärm von Ratschen. Und nicht zuletzt wurde nochmals um die brennende Puppe getanzt, und hierzu lud man auch Zuschauer, auch mit anderen Nationalitäten ein, so dass es zu einer eindrucksvollen internationalen Begegnung wurde.

Und vielleicht hilft das leibhaftige Verbrennen des Winters in Gestalt einer Puppe, dass man bald die dicken Winterjacken und -mäntel in den Schrank hängen kann.

Von Brunhilde Miehe

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