Klinikum erhält Ausnahmegenehmigung

Frühchen dürfen in Fulda bleiben

Fulda/Bad Hersfeld. Die Versorgung von Frühgeborenen mit einem Gewicht von unter 1250 Gramm in der Region ist gesichert. Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) sagte den Erhalt der Level-1-Frühchenstation am Fuldaer Klinikum zumindest für das nächste Jahr zu. Das berichtete der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Walter Arnold am Mittwochabend gegenüber der Fuldaer Zeitung.

Arnold berief sich demnach auf ein Gespräch mit dem Sozialminister. Grüttner habe ihm Folgendes gesagt: Zuallererst gehe er davon aus, dass die sogenannte Level-1-Station, auf der Säuglinge unter 1250 Gramm behandelt werden, die geforderte Mindestzahl von 30 Kindern pro Jahr überschreiten werde. „Sollte das nicht der Fall sein, ist der Minister bereit, seitens des Landes Hessen eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen, damit auch im nächsten Jahr im Klinikum Fulda Frühgeborene behandelt werden können“, sagte Arnold und fügte hinzu: „Das ist für die Region eine gute Nachricht.“

Auch für die Eltern von Frühgeborenen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, die nun doch nicht lange Wege auf sich nehmen müssten, um ihre Säuglinge bestens versorgt zu wissen.

Im vergangenen Jahr waren am Klinikum Fulda übrigens 28 Extrem-Frühchen behandelt worden. Zwei weniger, als es der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenhäusern und Kassen (G-BA) eigentlich vorsieht. (rey)

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