Sommerpause im Bad Hersfelder Buchcafé endete mit einer keltischen Folklorenacht

Frohsinn im Doppelpack

Johannes Mayr (links) am Akkordeon und Christoph Pelden (rechts) an der Mandoline eröffneten als Duo „Cassard“ die Buchcafé-Folknacht und brachten das Publikum mit ihrer mitreißenden Musikalität und besonders den humorvollen Anmoderationen von Christoph Pelden in kürzester Zeit in beste Feierlaune. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Mit einer einer gelungenen keltischen Folklorenacht beendete das Bad Hersfelder Buchcafé seine Sommerpause und präsentierte mit den beiden Folkformationen „Cassard“ und „Dan“ zwei excellente Bands der deutschen Folkszene in Bestform.

Das Duo „Cassard“, benannt nach einem alten bretonischen Freibeuter namens „Jacques Cassard“, eröffnete mit fröhlichen Weisen aus der Bretagne den Konzertabend. Schon nach wenigen Liedern hatten die beiden Vollblutmusiker das Bad Hersfelder Publikum komplett musikalisch überzeugt.

Pure Spielfreude

Im prall gefüllten Konzertsaal des Buchcafés erklangen Lieder, die vor Musikalität und Spielfreude geradezu überquollen. Die beiden Multiinstrumentalisten kombinierten keltische Musik mit musikalischen Einflüssen aus dem Balkan und dem Orient und kreierten mit viel Dynamik und Intensität eine hochvirtuose Mischung, die einfach begeistern muss.

Aus dem schier unerschöpflichen Reservoir an außergewöhnlichen Musikinstrumenten schöpften die Musiker dieses Abends immer wieder aufs Neue und bereicherten mit deren teils exotischen Klangfarben den Sound ihrer Musik.

Neben verschiedensten Saiteninstrumenten, Fidel, Dudelsack, Akkordeon, Klavier, Mandoline und Flöte erklangen auch seltener gehörte Instrumente mit solch klangvollen Namen wie etwa „La Marmotte“, „Bombarde“, „ex Adoro“ oder „Estampie“.

Wechselnde Besetzung

In wechselnden Besetzungen gelang der Übergang zur zweiten Formation des Abends, dem Trio „Dan“. Das namensgebende gälische Wort Dán bedeutet übersetzt Gedicht.

Und genauso sind auch die Lieder von „Dan“. Romantische Erzählweisen mit viel Spielwitz und mehrstimmigem Chorgesang wechselten sich mit traditionellen Jigs und Reels ab und forderten unwiderstehlich zum mitklatschen auf.

Das Bad Hersfelder Publikum ließ sich gerne auf diese mitreißenden Weisen ein und spendete den beiden Formationen des Abends zwischen jedem einzelnen Lied lautstarken und begeisterten Applaus.

Von Werner Rödiger

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