Frohes Christfest!

Prädikant Werner Schnitzlein, Ludwigsau

Frohes Christfest? Zugegeben, ich war auch etwas überrascht, als ich diesen Wunsch auf einer Grußkarte las. „Frohe Weihnachten“, „Fröhliche Weihnachten“, „Schöne Feiertage“: dies wünscht man sich viel öfter in diesen Tagen.

Und so gibt es vielerorts Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkte, Weihnachtsbeleuchtung, Weihnachtssonderangebote, Weihnachtsgeld, Weihnachtsbraten und Weihnachtskonzerte… Das alles sind Begriffe, Namen, die in diesen Dezemberwochen allzu oft auftauchen; „das gehört einfach dazu“. Wir haben uns daran gewöhnt. Dabei ist Vielen der ursprüngliche Anlass überhaupt nicht mehr so deutlich.

Weihnachten, die geweihte, die Heilige Nacht! Ein einmaliges Ereignis für die Christenheit, einmalig im Jahreslauf. - Aber, hat sich dieser Begriff nicht inzwischen verselbstständigt? Ist Weihnachten mit seinen Symbolen nicht eher „Mittel zum Kommerz“ geworden, wird es nicht fast inflationär verwendet? - Vor einigen Wochen gab es einen Leserbrief, der die vielen „Weihnachtsfeiern“ im Laufe des Dezembers, in der Adventszeit, sehr kritisch hinterfragte, weil sie das Einmalige dieses Festes vorwegnehmen, wenn nicht sogar ignorieren.

Vielleicht ist es dann doch eine gute Idee, stattdessen den Begriff des „Christfestes“ wieder mehr in den Vordergrund zu bringen. Das macht weit deutlicher, worum es heute, am Heiligen Abend, und in den folgenden Tagen geht, was wirklich Anlass zum Feiern gibt. Auch uns heute gilt die Botschaft der Heiligen Nacht, die gute Nachricht von der Liebe Gottes:

Gott schickt sein helles Licht auf die Erde.

In unsere Krisen. In unsere Ängste.

Das Licht, das einen Namen hat: Jesus Christus.

Darum können wir es einander lächelnd zusagen:

Ich wünsche Dir, ich wünsche Ihnen ein friedvolles und gesegnetes, ein frohes Christfest!

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