Kreisverband Hersfeld wirft Dittmar unerlaubte Geschäfte vor

Fristlose Kündigung für DRK-Geschäftsführer

Karl-Georg Dittmar

Bad Hersfeld. Der Kreisverband Hersfeld des Deutschen Roten Kreuzes hat seinem Geschäftsführer Karl-Georg Dittmar (57) fristlos gekündigt. Ihm wird zum Vorwurf gemacht, er habe entgegen Beschlüssen des Kreisvorstandes Geschäfte gemacht und Anschaffungen getätigt, die so nicht vorgesehen waren. Dies erklärte Kreisvorsitzender Gunter Müller gestern auf Anfrage.

Damit steht nach dem Kreisverband Rotenburg, dessen Vorstand sich vor wenigen Wochen von seinem Geschäftsführer Thorsten Bloß getrennt hatte, auch Hersfeld ohne hauptamtlichen Chef da. Bei Bloß hatten unterschiedliche Auffassungen über einen möglichen Zusammenschluss mit dem Hersfelder Kreisverband den Ausschlag gegeben.

Im Fall Dittmar geht es nach Informationen unserer Zeitung konkret um den Kauf von mehreren Konvektomaten (Heißluftöfen) im Wert von fast 60 000 Euro, die für die Zubereitung von täglich 500 Mahlzeiten für die Behindertenwerkstatt in Bebra gedacht waren. Dieses Geschäft, das Dittmar wegen der Zuständigkeit des Kreisverbandes Rotenburg für bebra gemeinsam mit Thorsten Bloß eingefädelt habe, sei jedoch vom Hersfelder Vorstand wegen nicht ausreichender personeller Kapazitäten ausdrücklich untersagt worden, erklärte Gunter Müller. Dennoch habe Dittmar die Geräte noch nach dem Verbot bestellt.

Dittmar selbst, der seit 1991 Geschäftsführer war und zurzeit krank geschrieben ist, gab keine Stellungnahme ab und verwies auf seinen Anwalt. Hans-Jürgen Dworazik, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Großenlüder, erklärte, man werde sich gegen die Vorwürfe vor dem Arbeitsgericht zur Wehr setzen. zum tage, seite 2

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