Firmenevents, Patenschaften und Erste Hilfe: Neue Ideen sollen das einzige Tierheim im Kreis stärken

Frischer Wind für Hund und Katz’

Neue Gesichter und neue Ideen: Frank Krökel (links im Bild) und Volker Nuhn wollen zusammen mit weiteren Mitstreitern das einzige Tierheim im Landkreis voranbringen. Auch Krökels Dogge Sally war dort untergebracht, bevor sie bei Krökel ein neues Zuhause fand. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Nicht nur das neue Eingangstor und ein freundlicheres Willkommens-Schild zeugen von frischem Wind im Tierheim in Bad Hersfeld, hinter den Kulissen tut sich ebenfalls einiges.

Im September 2014 hat die neue Arbeitsgruppe für Öffentlichkeitsarbeit ihre Tätigkeit aufgenommen, und nicht nur die Homepage und die Facebook-Seite des Tierschutzvereins Bad Hersfeld und des einzigen Tierheims im Landkreis ordentlich auf Vordermann gebracht.

„Wir wollen mehr Resonanz bekommen, nicht nur aus Bad Hersfeld, sondern aus dem ganzen Kreis“, sagt Frank Krökel, der gemeinsam mit Volker Nuhn und weiteren Mitstreitern der neuen Arbeitsgruppe angehört. „Nachhaltig und zeitgemäß“ will man sein, betont Krökel in bester Marketing-Sprache. Da darf ein neues kreatives Logo nicht fehlen.

Hundehütte gebaut

Es gibt viele Ideen, von denen einige bereits in die Tat umgesetzt wurden und andere nach und nach noch verwirklicht werden sollen – angefangen bei Infoständen im ganzen Landkreis über Kurse in Tiernothilfe bis hin zu langfristigen Firmen-Patenschaften. Erfolgreich angelaufen sei etwa das Angebot für Firmen, sich statt mit einer simplen Geldspende aktiv einzubringen und selbst auch noch etwas davon zu haben. „Solche sozialen Projekte statt reiner Bespaßung kommen gut an“, hat Krökel festgestellt. Mitarbeiter von GLS haben beispielsweise eine neue Hundehütte gebaut, ein Team von DB Schenker den Torbogen für den Eingangsbereich. „So etwas ist auch für kleine Unternehmen interessant“, sagt Volker Nuhn.

Mit der Feuerwehr in Bad Hersfeld gab es bereits Gespräche für den möglichen Aufbau einer Jugendgruppe. Wie viele andere Vereine hat auch der Tierschutzverein mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen.

Rund 180 000 Euro benötige das Tierheim pro Jahr, das als einziges Tierheim im Kreis auch Aufgaben übernimmt, die ansonsten die Kommunen leisten müssten. Bislang sei es immer gelungen, das Budget einzuhalten, „aber das wollen wir auch für die Zukunft sicherstellen“, betont Krökel. Dabei soll das Geld natürlich in erster Linie den Tieren zugute kommen.

Für eine schnellere Vermittlung der Vierbeiner sollen unter anderem „persönlichere“ Informationen sorgen. Auch Krökel und Nuhn haben Hunden aus dem Tierheim ein neues Zuhause gegeben, oder wie Krökel über seine Dogge sagt: „Sie hat mich adoptiert.“

Wichtig ist es den beiden zu betonen, dass der Vorstand in den vergangenen Jahren nicht etwa schlecht gearbeitet habe; vielmehr müssten die Aufgaben einfach besser auf viele Schultern verteilt werden – inklusive Facebook und Co. (nm)

Zum Tag der offenen Tür mit Musik, Flohmarkt, Speisen und Getränken lädt der Verein für Sonntag, 17. Mai, von 10 bis 16 Uhr ein. Auf dem Parkplatz vor dem Tierheim am Radweg spielt die Band Bäckside, zudem tritt ein Feuerschlucker auf und es gibt Informationen rund ums Tier sowie Vorführungen der Hundeschule. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

www.tierschutzverein-hef.de

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