Marinekameradschaft von 1920 Bad Hersfeld feierte ihren 90. Geburtstag

Frisch zu neuen Ufern

Halten Kurs (v. l.): Vorsitzender Hans-Heinrich Eichmann, Schatzmeisterin Gabriele Kehres, Wolfgang Hetzer (Ehrengast aus Bremerhaven) , 2. Vorsitzender Klaus Klebe, Schriftführerin Irmtraut Klebe und Bahram Dormichiam als Beisitzer und Organisationsleiter des Shanty-Chores.

bad hersfeld. „Mit frischem Wind zu neuen Ufern“ will die Marinekameradschaft von 1920 Bad Hersfeld auch nach neunzig Vereinsjahren aufbrechen.

Die Kameradschaft erfasst viele ehemalige Seefahrer der Bundesmarine, der Handelsschifffahrt und der Fischerei, sowie Segler und Sportschiffer, freut sich aber auch über jedes andere Vereinsmitglied, das sich der Seefahrt verbunden fühlt. Soeben wurde der runde Geburtstag gefeiert.

Ehrenmitglied Harry Bleuel las nach der Eröffnung des Festkommerses durch den 1. Vorsitzenden Hans-Heinrich Eichmann die Chronik des Vereins vor, der am 1. Mai 1920 gegründet wurde. Die Marinekameradschaft bestand bis zum Jahre 1945, als auf alliierten Befehl jegliche Vereinsarbeit verboten wurde. Am 7. September 1952 wurde sie wieder ins Leben gerufen.

70 Mitglieder

Aktuell besteht die Kameradschaft aus fast 70 Mitgliedern, an die mehrere Ehrengäste ihre Grußworte und Glückwünsche richteten, bevor zu der Musik der Kapelle „Aqua Musik“ getanzt wurde.

Die Marinekameradschaft, die zum Jubiläum auf ihrem Gelände unterhalb des Johannesberges an der Fulda ein großes Sommerfest ausrichtete, kann auf eine bewegte Vereinsgeschichte zurückblicken. Die Gründung der Marine-Jugendgruppe am 10. Mai 1956, die zu einer der aktivsten Marine-Jugendgruppen im Landesverband Hessen ausgebaut wurde und die Gründung des Shanty-Chores zur Bereicherung des Vereinslebens gehören zu den Höhepunkten.

1973 übernahm die Stadt Bad Hersfeld offiziell die Patenschaft für das Schnellboot „Zobel“ der Bundesmarine. Der Anstoß dazu kam vom ehemaligen Angehörigen der Marinejugend, Horst Schumacher. Ein tragischer Tag für den Verein war der 8. Juni 1989, an dem ihr Bootshaus einer Brandstiftung zum Opfer fiel. Das am 28. August 1992 eingeweihte, neue Bootshaus mit Pantry, Kombüse und Festsaal bietet Platz für 100 Personen und ist auf jeden Fall „hochwasserfrei“.

Im zusätzlich aufgestellten Festzelt wurden die Gäste kulinarisch verwöhnt. Die flotten Auftritte der Gruppen „Sister Act“ aus Ludwigsau und „The Linedance Group of Green Country“ aus Lispenhausen erfreuten die Besucher. Mit stimmungsvollen Seemannsliedern des Shanty-Chores klang das Fest aus.

Von Gudrun Schmidl

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