Konrad-Duden-Museum soll nach Wasserschaden bald wieder geöffnet werden

Frisch herausgeputzt

Sind froh, dass das Konrad-Duden-Museum nach dem Wasserschaden im Mai bald wieder geöffnet werden kann: Hans-Heinrich Jäger (Schatzmeister des Förderkreises), Bertold Schmidt (Vorsitzender des Förderkreises), Gerda Conradi (Schriftführerin), Wolfgang Hild, dessen Tochter das Haus gehört, Reinhold Schott von der Stadt und Sieglinde Hild. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Der Schreck war bei allen Beteiligten groß, als im Konrad-Duden-Museum im Mai plötzlich ein Teil der Decke herunterkam und den Ausstellungsraum verwüstete. Dass die Wiederherstellungsarbeiten so lange dauern würden, hatte aber wohl niemand gedacht. Noch immer ist das Museum geschlossen, doch in etwa vier Wochen soll es endlich wieder geöffnet werden.

Darauf freuen sich Bertold Schmidt als Vorsitzender des Förderkreises und seine Mitstreiter ebenso wie Wolfgang Hild, dessen Tochter das Haus am Neumarkt 31 gehört, und Reinhold Schott von der Stadt Bad Hersfeld. „Wir scharen schon mit den Hufen“, so Schmidt schmunzelnd.

In dem 1734/1735 errichteten Haus, das als Direktorenhaus der ehemaligen Klosterschule diente und in dem auch Konrad Duden während seiner Zeit als Direktor lebte, hatte es in eben jener Wohnung im Mai einen Wasserschaden gegeben, der allerdings erst zu spät auffiel. Ein Teil der Lehmdecke kam herunter, die Feuchtigkeit zog in die Wände. „Wenigstens am Inventar entstand kein großer Schaden“, erklärt Schmidt. Duden war von 1876 bis 1905 Direktor des königlichen Gymnasiums zu Hersfeld, der heutigen Konrad-Duden-Schule.

Die beschädigte Decke ist inzwischen komplett erneuert worden, die Wände bekamen einen neuen Anstrich und mit Lüftern konnte die Feuchtigkeit vertrieben werden. Insgesamt fast 20 000 Euro betrug der Gebäudeschaden, der weitesgehend von der Versicherung übernommen wurde, wie Wolfgang Hild berichtet. Das Abschleifen und Versiegeln des Dielenbodens hat der Förderkreis des Museums finanziert. Dessen Mitglieder treffen sich auch heute, um die Ausstellungsstücke wieder aufzustellen und aufzuhängen. 600 bis 800 Besucher schauen sich das Museum zu Ehren Konrad Dudens pro Jahr an, schätzt Bertold Schmidt. Zehn Mitglieder des Förderkreises kümmern sich um die Führungen.

Zum 1. Dezember soll das verputzte Fachwerkhaus, das 1996/1997 zuletzt saniert wurde und in dem sich neben dem Museum und einem Immobilienbüro noch vier Wohnungen befinden, übrigens einen neuen Besitzer bekommen. Auf den Museumsbetrieb hat das aber keine Auswirkungen, im Gegenteil. Der neue Besitzer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, legt ausdrücklich Wert darauf, dass das Museum aus historischen Gründen bleibt, wo es ist. Für die Räumlichkeiten zahlt die Stadt von jeher lediglich die anfallenden Betriebskosten.

2014 feiert das Konrad-Duden-Museum sein 15-jähriges Bestehen. Für Bertold Schmidt und sein Team beginnt nach den Wiederaufbauarbeiten somit die nächste Mission: Ideen sammeln für den Geburtstag.

Von Nadine Maaz

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