Schüler der Geistalschule und Senioren feierten gemeinsam einen vorläufigen Abschied

Freunde über alle Generationen

Verabschiedung der Schüler mit Blumen: Jung und alt feierten gemeinsam das vorläufige Ende der Projekts Seniorenbetreuung. Nach den Sommerferien geht es weiter. Foto: Broy

Bad Hersfeld. Aus Senioren und Schülern sind Freunde geworden: Seit vier Jahren läuft das Gemeinschaftsprojekt Seniorenbetreuung der Geistalschule und des Altenzentrums Hospital.

Jeweils zwei Schüler treffen sich einmal die Woche nachmittags mit „ihrem“ Bewohner des Seniorenzentrums. Es handelte sich um eine „Patenschaft“ zwischen den Generationen, die für ein verständnisvolles Miteinander zwischen Jung und Alt sorgt, sind sich Lehrer Bernhard Krampf und Ronald Loot, Leiter des Altenzentrums, sicher.

Vorlesen, Spaziergänge, Musik

„Die Jugendlichen gestalten die gemeinsame Zeit. Sie lesen vor, laden zu Spaziergängen ein oder bringen Musik mit“, erklärt Kramp, der das Projekt initiiert hat. Die Idee dazu kam ihm während des Unterrichts: „Die Schüler haben mir erzählt, dass viele kaum noch Kontakt zu Oma und Opa haben, weil die Großeltern nicht mehr in der Nähe wohnen. Ich wollte die Generationen wieder zusammenbringen, auch wenn Oma und Opa weit weg sind. “ Ronald Loot sei davon begeistert gewesen.

Eifer, Mut und Freundlichkeit

Die Schüler zu motivieren, sei ebenfalls nicht schwer gewesen: „In der ersten Klasse, die ich angefragt habe, waren sofort 18 von 24 dabei, darunter auch Jungs.“ Auch wenn einige von ihnen mit Abschluss ihrer Schullaufbahn jetzt das Projekt verlassen, wird die Partnerschaft fortgeführt: „Die Teilnehmer sind durch die Klassen gegangen und haben den Jüngeren von der schönen Zeit mit den Senioren erzählt“, erzählt Kramp. Auch der Heimbeirat bedankte sich: „Ihr kamt mit Eifer, Mut und Freundlichkeit zu uns ins Haus“, sagte die 90-Jährige Vorsitzende während der Feierstunde.

Von Sonja Broy

Kommentare