22-Jährige aus Rotenburg des versuchten Totschlags verdächtig

Messerangriff: Frau soll Freund in den Kopf gestochen haben

Bad Hersfeld. Weil sie ihrem damaligen Freund mit einem Küchenmesser in den Kopf gestochen haben soll, muss sich eine 22-Jährige aus Rotenburg demnächst wohl wegen versuchten Totschlags vor der Großen Strafkammer des Landgerichts in Fulda verantworten.

Am Dienstag saß die junge Frau zunächst vor Richter Elmar Schnelle im Amtsgericht in Bad Hersfeld, weil sie ihren Freund im Dezember 2013 körperlich misshandelt und mit einem gefährlichen Gegenstand gesundheitlich geschädigt haben soll. Nach der Vernehmung der Angeklagten, des Geschädigten und zweier Polizisten als Zeugen war der Richter allerdings der Meinung, dass es sich nicht „nur“ um Körperverletzung handelt. Vielmehr sei die junge Frau, die ohne Verteidiger im Amtsgericht erschienen war, des versuchten Totschlags verdächtig und habe durch den Stich nicht unweit der Halsschlagader den Tod des Opfers zumindest billigend in Kauf genommen. Er verwies das Verfahren deshalb ans Landgericht Fulda.

Zu der Messer-Attacke war es in der Wohnung des Opfers in Heringen gekommen. Der 27-Jährige hatte die Wunde selbst versorgt und erst Stunden später die Polizei informiert. Zwischen dem arbeitslosen Paar, das inzwischen getrennt ist, soll es in der Vergangenheit schon öfter zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. (nm)

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