Justizministerium zum Suizid von Gerhard N.

Freitod in der Zelle „nicht vorhersehbar“

Symbolbild

Kirchheim/Wiesbaden. Der Freitod des mutmaßlichen Todesschützen von Kirchheim in der Fuldaer Untersuchungshaft sei „nicht vorhersehbar“ gewesen, sagte Dr. Hans Liedel, Pressesprecher des Hessischen Justizministeriums in Wiesbaden. Der 63-jährige Gerhard N., der im Verdacht stand, Anfang Dezember seinen 31 Jahre alten Mieter in dessen Wohnung in der Kirchheimer Bahnhofstraße im Streit um ausstehende Mietzahlungen erschossen zu haben, war am Sonntagmorgen gegen 7.50 Uhr bei der Frühstücksausgabe erhängt in seiner Zelle aufgefunden worden.

Todesschütze von Kirchheim erhängt aufgefunden

Hinweise auf einen möglichen Suizid habe es nicht gegeben, erklärte der Pressesprecher, auch depressiv sei der Häftling nicht gewesen. Dr. Liedel sprach von einer „bitteren Angelegenheit“, denn Gerhard N. habe sich am Tag zuvor noch über einen bevorstehenden Besuchstermin gefreut.

Einen Abschiedsbrief hat N. nicht hinterlassen. Die Staatsanwaltschaft werde den Leichnam voraussichtlich obduzieren lassen, um eine Fremdeinwirkung mit letzter Sicherheit auszuschließen, teilte Dr. Liedel mit.

Im Falle des Messerstechers vom Zellersgrund gibt es auch vier Wochen nach der Tat keine neuen Erkenntnisse. Nach Auskunft des Fuldaer Presse-Staatsanwalts Harry Wilke habe sich der Hersfelder Rafael P. (36) auch in der Untersuchungshaft bisher nicht zu dem Vorwurf geäußert, seine 42-jährige Lebensgefährtin getötet zu haben. (ks)

Frau in Wohnung erstochen aufgefunden

Kommentare