Bioenergie: Außenstelle des IWES-Instituts zieht nach Bad Hersfeld

Fraunhofer-Institut und der Eichhof geben Gas

Hersfeld-Rotenburg. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg zückt seine nächste Trumpfkarte: Wenige Tage nach Eröffnung der neuen Logistik-Akademie im Schilde-Park gab das Fraunhofer-Institut IWES aus Kassel die Eröffnung einer festen Außenstelle im Landwirtschaftszentrum Eichhof bekannt.

Von Kurt Hornickel

Zwei Millionen Euro werden in den Ausbau der Biogasanlage und die Einrichtung eines Versuchstechnikums für nachwachsende Rohstoffe investiert. Das Fraunhofer-Institut, das 2009 unter anderem aus dem früheren Institut für Solare Energieversorgung (ISET) in Kassel hervorgegangen ist, setzt auf den Eichhof. Bei einer Fachtagung, bei der es speziell um den Ausbau der Bio-Masse-Nutzung im Rahmen der erneuerbaren Energien ging, gaben der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) mit Sitz in Kassel und das Fraunhofer-Institut den Ausbau ihrer Zusammenarbeit bekannt. Die Abkürzung IWES steht für Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik. Außer dem früheren ISET umfasst es das Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik in Bremerhaven. Dort wird die Zuverlässigkeit von Windparks untersucht. In Kassel geht es um die Netzintegration, den Netzbetrieb, Regelungstechnik, Energiespeicherung, Elektromobilität und Bioenergie-Systemtechnik. Und hier, beim Ausbau der Biomasse-Nutzung, schließt sich der Kreis. Schon vor Jahren bot sich der Eichhof mit seiner landwirtschaftlichen Infrastruktur und der Biogas-Produktion an, um deutschlandweit die erste Mikro-Gasturbine zu erproben. Die läuft auch heute noch. Aktuell läuft im Eichhof ein Vorhaben, bei dem Energiesysteme erprobt werden, die den Verbrauch und die Nutzung von Strom und Abwärme aus Biogas und Biomasse regeln. Ziel ist es, mit der Hilfe von Biogas dann Strom zu erzeugen, wenn Windräder ruhen oder Wolken die Photovoltaik bremsen. ZUM TAGE/ HINTERGRUND/ LOKALSEITE 3

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