Fröhliches Fest mit Tanz, Gesang und Musik zum Internationalen Frauentag im Buchcafé

365 Frauentage im Jahr

Lieder und Tänze aus Mexiko hatte Berenice Luja mitgebracht.

Bad Hersfeld. So lange ist es noch nicht her, dass Unternehmer das Recht hatten, eine weibliche Angestellte zu entlassen, nur weil sie heiratete. Oder dass Ehemänner vollständig über ihre Frauen bestimmen durften, über ihr Geld, ihren Aufenthalt und ihre Berufstätigkeit.

Zum 101. Internationalen Frauentag erinnerte die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz beim Frauenfest im Buchcafé an Zölibatsklausel, Gehorsamsparagraf oder Frauenlohnabschlussklausel, die Frauen früher das Leben schwer machten, und wies darauf hin, dass Frauen im Kampf um Geschlechtergerechtigkeit schon viel erreicht hätten. „Auch in unserer Region ist der 100-jährige Kampf um Gleichberechtigung belegt“, betonte Künholz. Sie machte aber auch deutlich, dass es noch viel zu tun gebe.

Zur Freude der Veranstalterinnen vom Frauennetzwerk hatte Künholz zudem 500 Euro als Zuschuss des Kreises zu den Frauenkulturwochen dabei.

365 Frauentage im Jahr wünschte die neue Frauenbeauftragte des Kreises, Ute Boersch, den Besucherinnen des Festes. An Frauen könne man sehen, wie die Gesellschaft sich verändert, zitierte sie die Künstlerin Rosa Loy.

Mit jugendlicher Verstärkung trat der russisch-deutsche Frauenchor Rjabinuschki auf. Die Mädchen schwärmten von ihren wunderbaren Omas.

Antje Fey-Spengler und Martina Krüger, die schon vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung mit Saxophon und Klavier für gute Stimmung gesorgt hatten, leiteten zum unterhaltsamen Teil des Abends über. Der wurde von Akteurinnen aus verschiedenen Ländern mit Tanz, Gesang und Sketchen bestritten.

Unter anderem zeigten die Gruppen Shalima aus dem Jugendhaus und Balady mit jugendlichen und erwachsenen Tänzerinnen, wie beweglich frau in den Hüften sein kann, wenn sie orientalische Tänze übt. Eine moderne Version des Bauchtanzes, den aus Amerika stammenden Tribal Dance, präsentierte Charlene Bluhm.

Mit lateinamerikanischen Salsa-Rhythmen begeisterte eine Gruppe der Tanzschule Michèle Meckbach.

Farbenfrohe Trachten

Lieder und Tänze aus ihrer Heimat hatte nicht nur die Mexikanerin Berenice Luja mitgebracht, auch die philippinische Tanzgruppe aus Rotenburg und der russisch-deutsche Frauenchor Rjabinuschki faszinierten mit farbenfrohen Trachten und ungewohnten Klängen.

Fest zum Programm des Frauenfestes gehören Hanne Gerlach und Beate Richter aus Bebra mit ihren Sketchen. Diesmal nahmen sie zum großen Vergnügen der Zuschauerinnen den Schönheitswahn aufs Korn und schwärmten von ihren Operationen, um endlich schmale Lippen, Besenreißer, Krampfadern und Orangenhaut haben zu können.

Zur Stärkung gab es wieder ein von den Netzwerkfrauen gut bestücktes internationales Buffet. Für den künstlerischen Rahmen sorgten die Teilnehmerinnen des Kurses Ausdrucksmalen für Frauen mit ihren Bildern.

Von Christine Zacharias

Frauenfest im Buchcafé

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