Frau sperrt Ehemann in eiskalter Nacht aus

Bad Hersfeld. Als Unterhändler mussten in der Nacht zum Mittwoch Beamte der Schutzpolizei ausrücken, nachdem ein alkoholisierter Ehemann in Bad Hersfeld kalt ausgesperrt worden war.

Polizeisprecher Manfred Knoch fühlt sich bei der Schilderung des Vorfalls an Szenen aus der Zeichentrickserie Familie Feuerstein erinnert, in dessen Abspann ein Säbelzahntiger für gewöhnlich den Herren des Hauses vor die Tür setzte. Dieser trommelte dann vor die Tür, rufend nach seiner Frau „Wilma“.

Er stehe vor seiner ehelichen Wohnung, aber die Frau lasse ihn nicht rein. Mit diesem Hilferuf wandte sich der Mann gegen 2.20 Uhr an die Polizei in Bad Hersfeld. Er müsse schon um fünf Uhr an der Arbeit sein und brauche dazu seine Kleidung, so die Klage. Die Frau machte nicht auf, schaltete dafür aber einen Freund ein, um den ausgesperrten Gatten zu beruhigen. Doch der brauchte ebenfalls Hilfe, denn der Mann klingelte das ganze Haus wach.

In Gegenwart der angerückten Beamten drückte die Frau ihrem Gatten 15 Euro Bargeld und die gewünschte Kleidung in die Hand. Rein durfte er nicht. Dann wollte der Mann mit seinem Freund zu Verwandten fahren. Doch wenig später musste die Polizei den nächsten Alarmruf verkraften. „Das Taxi kommt nicht, und mein Kumpel schlägt jetzt mit der Faust gegen die Hintertür des Hauses.“ Die Polizei wendete und packte den Ausgesperrten schließlich in den Streifenwagen und fuhr ihn zu den Verwandten, um weitere Verwicklungen zu vermeiden. Das war das Ende des Einsatzes. (kh)

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