Bauausschuss fordert Überarbeitung der Pläne für Wohnblocks in der Stresemannallee

Fraktionen einig: so nicht

Beim Ortstermin der Ausschussmitglieder im September schien dem Bauvorhaben in der Stresemannallee noch nichts entgegen zu stehen. Archivfoto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Nach dem massiven Widerstand einiger Anwohner gegen den Bau zweier Wohnblocks in der Stresemannallee in Bad Hersfeld sind sich nun auch die Stadtparlamentarier einig, dass die Pläne des Alheimer Architekten Heinz-Wilfried Jähnert überarbeitet werden müssen.

Diese Ansicht vertraten Sprecher aller Fraktionen während einer Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt, bei der die Verwaltung über den Sachstand des umstrittenen Bauvorhabens informierte.

„Zu hoch und zu voluminös“, befand Ausschussvorsitzender Roland Luley (SPD) die beiden durch eine Parkgarage miteinander verbundenen Blocks, in denen jeweils zehn Wohnungen eingerichtet werden sollen. Auch der städtische Denkmalbeirat halte das Projekt für „zu massiv“, berichtete Luley.

Die Kritik der Anwohner hatte sich vor allem gegen die Dimension der Neubauten im Verhältnis zur zum Teil unter Ensembleschutz stehenden historischen Bebauung gerichtet (unsere Zeitung berichtete). In diese Kerbe schlugen nun auch Gunter Grimm (CDU) und Hans-Jürgen Schülbe (Fraktionsgemeinschaft). Bürgermeister Thomas Fehling regte an, dass bei künftigen Bauvorhaben bereits zu einem früheren Zeitpunkt ein Modell die Entscheidungsfindung erleichtern soll.

Johannes van Horrick, Chef der städtischen Bauverwaltung, wies die Stadtverordneten jedoch auch auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen hin, in denen zwischen den Interessen des Investors und der Anwohner abzuwägen sei. Man werde mit Jähnert nun „in einer weiteren Schleife“ über eine Modifizierung der Pläne nachdenken.

In Asbach keine Probleme

Problemloser geht das Bauleitverfahren für einen kleinen Einkaufsmarkt im Stadtteil Asbach voran. So habe das Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Eschwege keine Einwände gegen den Standort „Hilgensattel“, berichtete van Horrick, obwohl das Grundstück eine alte Linienführung für eine eventuelle Ortsumgehung berührt.

Auch eine Zufahrt zum Markt von der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 62 werde vom Amt nicht von vornherein kritisch gesehen, muss jedoch noch im Detail geplant werden.

Wie der Bauamtsleiter weiter erläuterte, hat der Investor nun zusätzlich zum Markt auch den Bau eines Backshops beantragt. Dieser soll jedoch nur bei vollständiger Trennung vom Markt genehmigt werden, um die zulässigen Flächen nicht zu überschreiten, sagte van Horrick.

Von Karl Schönholtz

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