Diskussion mit Experten sorgt für bleibende Eindrücke bei Geistal-Schülern

Fragen zu Flüchtlingen

Schüler fragen, Experten antworten: Maria Kurz (G10 a), Smila Blüm (G10 a), Moderatorin Hannah Kimpel-Freund (G10 a), Christine Menke (Diakonie), 1. Kreisbeigeordnete Elke Künholz, Frank Hildebrand (Fachdienst Migration), Andrea Zimmermann (Schulleiterin der GSG) und Karsten Vollmar (Stellvertretender Schulleiter). Foto: nh

Bad Hersfeld. Die Aufgabe war ambitioniert: In 90 Minuten wollten 230 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe der Gesamtschule Geistal das Thema „Flüchtlinge in Bad Hersfeld“ diskutieren. Dabei sollten Probleme genauso angesprochen wie Vorurteile abgebaut werden – beides durch Informationen aus erster Hand.

Die Idee dazu hatte die Schülervertretung aufgrund der aktuellen politischen Lage. Es entstand eine Veranstaltung von Schülern für Schüler, die auch sofort die Unterstützung der Schulleitung fand.

So schnell wie die Idee geboren war wurde sie auch umgesetzt – und das mit Experten, die wussten, um was es ging: Neben der 1. Kreisbeigeordneten Elke Künholz waren Christine Menke (Diakonie) sowie Frank Hildebrand (Leiter Fachdienst Migration) in der voll besetzten Aula erschienen, um sich den Fragen von Schulsprecherin Hannah Kimpel-Freund (Klasse G10a) und der Schülerschaft zu stellen.

Da an der Geistalschule auch Flüchtlingskinder beschult werden, war das Interesse groß. Frank Hildebrand schilderte mit eindrucksvollen Worten Begegnungen mit Menschen, die Tod, Krieg und Folter jeden Tag erlebt haben. Frieden und Freiheit gibt es in den Bürgerkriegsländern nicht, der Terror sei dort trauriger Alltag. Bleibenden Eindruck hinterließen auch drei Briefe von Flüchtlingskindern der Geistalschule, die ihre Eindrücke niedergeschrieben haben und dafür sorgten, dass es in der Aula mucksmäuschenstill ob dieser schlimmen Erlebnisse war. Es waren Smila Blüm und Maria Kurz (beide G10a), die diese Briefe verlasen und dabei sehr anschaulich verdeutlichen konnten, welches Leid diese Kinder erlebt haben.

Dass vor allem Kinder die Leidtragenden der Entwicklungen z. B. in Syrien sind, machten Elke Künholz und Christine Menke auch an weiteren Beispielen deutlich. „Niemand begibt sich freiwillig auf die Flucht“, so Künholz

Zum Abschluss gab es dann noch viele Fragen der Schüler So sei „Krieg keine Lösung“, wie Elke Künholz aus den Erfahrungen des Afghanistan-Feldzuges konstatierte. Und auch Christine Menke sowie Frank Hildebrand pflichteten bei: Wenn die Ursachen der Konflikte beseitigt sind, wird sich auch die Flüchtlingsfrage wieder regulieren. (red/kai)

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