HZ-Interview mit unserem Fotografen Ludger Konopka über seine Kalender aus den Gemeinden der Region

„Fotografie ist malen mit Licht“

Mit viel Gefühl am Auslöser: HZ-Fotoreporter Ludger Konopka mit seiner geliebten Nikon-Kamera. Foto: privat

Bad Hersfeld. Seit mehreren Jahren arbeitet Ludger Konopka als Pressefotograf für die Hersfelder Zeitung. Jetzt hat sich Konopka an ein neues Projekt gewagt und gemeinsam mit der Sparkasse Bad Hersfeld Rotenburg Regional-Kalender für jede Gemeinde unseres Verbreitungsgebiets gemacht. Über die Besonderheit der Kalender-Fotografie sprach mit ihm Kai A. Struthoff.

Herr Konopka, als Pressefotograf sind Sie normalerweise immer mitten drin in der Action und müssen sehr schnell mit der Kamera „schießen“. Wie sind Sie da mit dem eher ruhigen Arbeiten bei der Kalenderfotografie klargekommen?

Ludger Konopka: Sehr gut. Insgesamt 14 Fotokalender in doch sehr kurzer Zeit zu produzieren, war schon eine große Herausforderung, aber auch eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise durch den gesamten Landkreis. Hat Spaß gemacht.

Sie sind ja kein Einheimischer. Wie haben Sie die richtigen Motive in den einzelnen Ortsteilen gefunden?

Konopka: Durch intensive Leserecherche – auch von Landkarten – im Vorfeld und so manchem Tipp von HZ-Mitarbeitern, die „ihre“ Gebiete natürlich kennen. Hier gilt mein besonderer Dank Bernd Löwenberger. Gespräche mit Menschen in den Orten haben auch geholfen.

Was macht eigentlich ein gutes Foto für einen Heimatkalender aus – ist es die Wiedererkennung von bekannten Sehenswürdigkeiten oder geht es mehr um unbekannte Blickwinkel und die Magie des Augenblicks?

Konopka: Der Wiedererkennungswert ist für einen Heimatkalender schon wichtig. Aber als Fotograf versucht man natürlich auch, dem Ganzen seine persönliche Bildsprache zu geben. Fotografie ist malen mit Licht. Ob etwas schön ist, ist immer subjektiv. Auch Hässliches kann also schön sein. Es kommt eben auf den Blickwinkel, die Perspektive an. Wie überall im Leben.

Sie haben bei Ihrer Kalenderreise durch die Region ja alle Gemeinden kennengelernt. Wo hat es Ihnen am besten gefallen?

Konopka: Ein sehr schönes Dorf ist Wehrda. Nette Menschen habe ich überall angetroffen. Als Ruhrgebietler und Sohn eines Bergmannes gefällt es mir natürlich besonders gut bei den Kali-Kumpel im Werratal rund um Philippsthal und Heringen. Da fühle ich mich zu Hause. Ich schätze die direkte Ansprache und das Unkomplizierte, das Ehrliche.

Mit was für einer Kamera haben Sie gearbeitet?

Konopka: Seit Anfang der 80er Jahre fotografiere ich leidenschaftlich mit Nikon. Im digitalen Zeitalter mit der D3s und bin auch im Nikon-Club Deutschland aktiv.

Was dauert letztendlich länger: Die Vorbereitung, das Fotografieren oder das Nachbearbeiten der Bilder am Computer?

Konopka: Für dieses Kalenderprojekt war die Vorarbeit, die Recherche enorm wichtig, da ich in manchen Gegenden noch nie war. Also habe ich zeitintensiv viel gelesen, was fotografisch interessant wäre. Beim dadurch gut organisierten Fotografieren vor Ort gab es dennoch so manche Überraschungen. Die Auswertung und Bildbearbeitung braucht ebenfalls viel Zeit. Gerade die digitale Fotografie erfordert sorgfältige Auswahl, da man wesentlich mehr Material produziert, als in analogen Zeiten auf Film. Also: Mit dem handwerklichen Können an der Kamera braucht man für das Vor- und Nacharbeiten mehr Zeit. Auch gute Archivpflege ist sehr wichtig.

Verraten Sie uns doch mal Ihr Geheimnis: Wie macht man ein richtig gutes Foto?

Konopka: Mit Aufmerksamkeit, Offenheit für die Situation und Einfühlungsvermögen. Auch, wenn es mal hektisch wird im Job. Und natürlich mit viel Erfahrung.

Ludger Konopka  Fotoreporter / PR-Redakteur
Wartburgstraße 2
99817 Eisenach
Fon 03691 724200
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Die schönsten Kalenderfotos aus den Gemeinden stellen wir Ihnen in den kommenden Tagen auf mehreren Fotoseiten vor.

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