Zwischenfinanzierung für die Klinik steht

Fortschritte bei Debatte um Vitalis

Bad Hersfeld. Im Streit um die Bürgschaft für die Vitalisklinik kann Bürgermeister Thomas Fehling einen ersten Teilerfolg melden. Der Magistrat hat sich auf eine Zwischenfinanzierung bis zur endgültigen Abstimmung in der nächsten Stadtverordentenversammlung geeinigt. Dafür werde für vier Wochen Geld der Wirtschaftsbetriebe umgeschichtet. Die Höhe des finanziellen Schadens durch die Verzögerung für die Klinik, den Geschäftsführer Hans-Wilhelm Saal mit 60 000 Euro beziffert hatte, bezeichnete Fehling wörtlich als „Quatsch“. Er spricht stattdessen von einer Summe im niedrigen vierstelligen Bereich.

Göbel gibt Auskunft

Zudem kündigte Fehling an, dass der für die Vitalisklinik zuständige Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Rolf Göbel den Fragenkatalog der Stadtverordneten zu der Bürgschaft beantworten werde. Er forderte aber auch Geschäftsführer Saal auf, weiterhin für die Bürgschaft zu werben und die Abgeordneten zu überzeugen.

Gleichzeitig weist Fehling erneut die SPD-Kritik an seiner Haltung zurück. Die von den Sozialdemokraten angeführte Stellungnahme des Städte- und Gemeindebundes (wir berichteten) beziehe sich auf eine Anfrage der FDP vom April und nicht den jüngsten Fragenkatalog der Liberalen, der ohnehin nicht an den Magistrat gerichtet gewesen sei.

Bock attackiert SPD

Diese Auffassung teilt auch der NBL-Fraktionschef Michael Bock. Er bezeichnet in einer Stellungnahme die Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses als „Chaos“. Den Vorsitzenden, Bernd Wennemuth (SPD), hält Bock für überfordert, zudem gehe ihm „Neutralität gänzlich ab“. Bock wirft in diesem Zusammenhang erneut die Frage auf, ob durch die Einrichtung einer Akut-Abteilung in der Reha-Klinik unter anderen der Beleg-Arzt und SPD-Stadtverordnete Dr. Thomas Handke begünstigt werde. (kai)

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