Eichhof erprobt Stromspeicherung mit Methangas

Forschungsauftrag für Biogaszentrum

Bad Hersfeld. Das bundesweit einmalige Hessische Biogas Forschungszentrum – kurz HBFZ – am Eichhof hat einen ersten großen Forschungsauftrag erhalten. In dem 600 000 Euro-Projekt, das zu gleichen Teilen von den Ländern Hessen, Thüringen und der Fraunhofer-Gesellschaft IWES getragen wird, soll ein neuartiges Verfahren zur Stromspeicherung erprobt werden.

Am 17. Februar wollen die zuständigen Minister beider Länder, Lucia Puttrich und Jürgen Reinholz, eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen. Starten soll das Projekt dann Mitte des Jahres.

Bei dem Forschungsauftrag geht es um die sogenannte Power zu Gas-Technologie, erläutert die verantwortliche Projektleiterin Dr. Imme Deecke vom Fraunhofer IWES. Es soll erprobt werden, wie überschüssiger Strom aus Windkraft- und Solaranlagen in speicherbares Methangas umgewandelt werden kann, das dann bei Bedarf wieder in das Stromnetz eingespeichert werden kann. Dabei soll in verschiedenen Schritten mittels Elektrolyse in einem Methanisierungsreaktor am Eichhof erstmals Biogas eingesetzt werden.

Das ist bisher einmalig. „Das Elektrolyseverfahren ist nichts besonderes, aber die Verwendung von Biogas als CO2-Quelle ist innovativ“, erläutert Dr. Deecke. Ziel sei die systemtechnische Einbindung landwirtschaftlicher Biogasanlagen zur Stromspeicherung. In beiden beteiligten Bundesländern werden derzeit viele gebaut. (kai)

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