Ausstellung mit Arbeiten junger Flüchtlinge bis Mitte August in der Stadtkirche

Flucht in die Freiheit

Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz (rechts) eröffnete die Ausstellung „Flucht in die Freiheit“ mit Arbeiten von jungen Flüchtlingen in der Stadtkirche Bad Hersfeld. Foto: Zacharias

Bad Hersfeld. Sana aus Pakistan, Lemlem aus Eritrea, Faardena aus Afghanistan, Bashar aus Syrien und einige andere junge Frauen und Männer haben ihre Wünsche und Träume, ihr Erfahrungen und Sorgen mit bunten Farben zu Papier gebracht. In der Stadtkirche Bad Hersfeld ist jetzt die Ausstellung „Flucht in die Freiheit“ eröffnet worden.

Die Bilder der jungen Flüchtlinge sind während eines Kunstworkshops entstanden, den Cornelia Assi im vergangenen Sommer in den Räumen des Kunstvereins und mit finanzieller Unterstützung des Bundes angeboten hat. Für Assi, die selbst familiäre Verbindungen nach Syrien hat und auch ein wenig Arabisch spricht, war dieser Workshop eine Herzensangelegenheit. Die Verständigung habe in mehreren Sprachen und mit viel gutem Willen wunderbar geklappt, berichtet sie und ist überzeugt davon: „Das ist das, was im Moment gebraucht wird.“

Die Bilder zeigen Alltagsszenen aus den Heimatländern der Flüchtlinge, thematisieren aber auch die Flucht selbst und die Unsicherheit und Einsamkeit nach der Ankunft in der Fremde.

Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz zeigte sich beeindruckt von der Ausdruckskraft der Kunstwerke und versicherte, alles tun zu wollen, um weitere Kunstworkshops zu ermöglichen. Das Projekt, aus dem dieser Workshop gefördert wurde, sei leider ausgelaufen.

Kunstverein: Heute Tombola

Bei seinem Tag der offenen Tür bietet der Kunstverein heute eine Tombola an, deren Erlös ebenfalls zur Finanzierung eines weiteren Workshops beitragen soll.

Pfarrer Frank Nico Jaeger als Hausherr räumte ein, dass in der Gesellschaft oft das Verständnis für die Flucht und die Gründe dafür fehle. Er hofft, dass die Ausstellung viele Menschen zum Nachdenken anregen werde. Dekanin Gisela Strohriegl aus Rotenburg freute sich, dass die Ausstellung in einer täglich geöffneten Kirche gezeigt werde. Sie sei ein guter Ort zum Kennenlernen und Nachdenken, betonte sie.

Die Ausstellung ist zunächst im Altarraum zu sehen, danach werden jeweils einzelne Künstler und ihre Arbeiten im Turmraum präsentiert und zwar bis Mitte August, täglich von 9 bs 17 Uhr.

Von Christine Zacharias

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