Jugendliche kämpften auf dem Eichhof um den Titel des besten Auszubildenden

Da fliegen die Späne

Lässt die Späne fliegen: Ein junger Forstwirt in Schutzkleidung sägt eine Fallkerbe in einen Baumstamm. Foto: Horst

Bad Hersfeld. Knifflige Aufgaben mussten die 55 Teilnehmer am Landesentscheid des Berufswettbewerbs auf dem Eichhof bei Bad Hersfeld lösen. Unter dem Motto „Grüne Berufe sind voller Leben – wir lassen’s wachsen“ kämpfen die Jugendlichen in diesem Jahr um den Titel des besten Auszubildenden Deutschlands. Gleichzeitig bietet der Wettbewerb den Jugendlichen die Möglichkeit sich auf die bevorstehenden Zwischen- oder Abschlussprüfungen vorzubereiten.

30. Berufswettbewerb

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband veranstaltet die Deutsche Landjugend den Wettbewerb bereits zum 30. Mal. Bundesweit treten dabei Lehrlinge und Schüler aus den Bereichen Land-, Forst- und Hauswirtschaft sowie Weinbau an. Die erste Hürde auf dem Weg zum Bundesentscheid waren die Kreisentscheide, die Ende Februar und Anfang März in den Berufsschulen bestritten wurden. Die Sieger mussten nun in Runde zwei beim Berufswettbewerb auf dem Eichhof ihr Können in Theorie und Praxis erneut auf die Probe stellen.

In drei unterschiedlichen Bereichen gab es anspruchsvolle Prüfungen zu meistern. Beispielsweise mussten die elf jungen Forstwirte mehrere Baumarten bestimmen, ordnungsgemäß die Kette ihrer Säge wechseln oder eine Fallkerbe in einen Baumstamm schneiden. Neben Richtlinien wie dem korrekten Einschnittwinkel war vor allem die Sicherheit oberstes Gebot. Wer die Aufgabe erfolgreich bestehen wollte, durfte auf keinen Fall seine Schutzkleidung vergessen.

Eine Pflanzenschutzmaßnahme vorbereiten, mit dem Frontlader Europaletten stapeln sowie eine Tierbeurteilung – diese Aufgaben standen für die 36 Landwirte auf dem Programm. Hierbei kam es nicht nur auf ein geschultes Auge, sondern auch auf mathematische Fähigkeit an. Nachdem die Bauern den Gesundheitszustand der Kuh eingestuft hatten, mussten sie eine geeignete Futterration berechnen. Kraft und Geschick waren beim Radwechsel an einer landwirtschaftlichen Maschine gefragt.

Ihre praktische Prüfung legten die acht Hauswirtschaftler auf dem Obersberg ab. Sie kochten in der Küche der Beruflichen Schulen um die Wette. Das Essen konnten alle Teilnehmer am Dienstagabend auf dem Eichhof kosten.

Der praktische Teil des Berufswettbewerbs wurde am Mittwochmorgen durch schriftliche Tests und Präsentationen ergänzt. Im Anschluss hatten sich alle Teilnehmer eine Pause verdient, welche die Prüfer zur Bewertung der Leistungen nutzten.

Zum Abschluss kam Friedhelm Schneider, der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, um mit den Juroren die Sieger des Landesentscheids zu ehren. Diese fahren am 23. Mai zum Bundesentscheid nach Waldsee in Baden-Württemberg.

Von Laura horst

Kommentare