Die Schäden des vergangenen Winters sind noch immer nicht vollständig beseitigt

Flickwerk auf den Straßen

So wie hier in Ransbach sehen viele Straßen in Waldhessens Städten und Gemeinden aus. Wenn überhaupt, wird meist nur notdürftig geflickt. Foto:  Hartmann

Hersfeld-Rotenburg. Schnee und Eis haben während des vergangenen Winters den Straßen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg massiv zugesetzt. Überall taten sich Löcher und Risse auf, bröselte der Asphalt. Viele der Schlaglöcher wurden im Frühjahr mit Kaltasphalt notdürftig geflickt, die Fahrbahnen aber nicht wirklich saniert. Besserung ist nicht in Sicht.

Sowohl den Städten und Gemeinden als auch Land und Kreis macht die knappe Kassenlage zu schaffen. „Wir haben die wenigen Mittel aufs Netz verteilt, damit jeder was abbekommt“, erklärt Ulrich Wieditz, Pressesprecher des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen in Eschwege, das für die Landes- und Kreisstraßen zuständig ist. Zusätzliche Straßensanierungen seien nicht geplant. „Das ist der knappen Finanzlage geschuldet“, macht Wieditz deutlich.

Auch Martin Bode, der Leiter des Fachbereichs Technische Dienste in Bad Hersfeld, verweist auf die große Mittelknappheit. Derzeit werde geprüft, welche Straßen noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden könnten, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Auf jeden Fall seien zunächst die Hauptverkehrsstraßen dran. Und natürlich müsse berücksichtigt werden, ob eine Straße als Ausweichroute für eine andere, die zurzeit Baustelle sei, benötigt werde. Das ist zum Beispiel bei der Friedrich-Ebert-Straße der Fall.

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An vielen Straßen wird schon gebaut

Auch in Bebra wird noch immer daran gearbeitet, die Schäden des vergangenen Winters an den städtischen Straßen zu beseitigen. Man habe einen Auftrag über 100 000 Euro an eine Firma vergeben, teilt Bürgermeister Horst Groß mit. Und es sei bereits klar, dass das Geld nicht ausreiche. „Es stehen noch Arbeiten in Höhe von 60 000 Euro an, wir haben aber nur noch 30 000“, macht er deutlich. Deshalb konzentriere man sich mit dem Löcherflicken zunächst auf die Kernstadt. Horst Groß und seine Bürgermeisterkollegen im ganzen Kreisgebiet hoffen jetzt auf einen milden Winter.

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Von Christine Zacharias

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