Lichterkette setzte Zimmer im fünften Stockwerk in Brand – Hotelgäste evakuiert

Flammen überm Seepark

Großaufgebot: Zum Brand rückten knapp 100 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis aus.

Kirchheim. 80 000 Euro Sachschaden richtete am Montagmorgen der Brand im Hotel des Kirchheimer Seeparks an. Nach Polizeiangaben hatte ein 19-jähriger Auszubildender der Ferienanlage auf einem Kopfkissen eine Lichterkette liegen lassen und war zur Arbeit gegangen. Darin sehen die Ermittler die Ursache des Feuers. Ein Kollege des Azubis witterte den Rauch und alarmierte die Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte ahnten Schlimmes, als sie nach 8.30 Uhr an den Seepark heranfuhren. Dichter, schwarzer Rauch stieg nach Angaben von Augenzeugen aus dem Dach auf. Aus einer Luke im Seitenflügel des Hotels schlugen offene Flammen.

Zum Schluss waren fast 100 Feuerwehrleute und Rettungskräfte aus Bad Hersfeld und dem Ibra- und Aulatal zur Stelle. Dazu die mobile Einsatzleitstelle der Rotenburger Feuerwehr. Die Rotenburger Drehleiter und weitere Verstärkung wurde auf der Anfahrt abbestellt, weil die Einsatzkräfte vor Ort die Lage schnell im Griff hatten. Zwei Feuerwehrwehrteams unter Atemschutz gingen in das Gebäude vor, derweil draußen die Bad Hersfelder Feuerwehr die Drehleiter in Stellung brachte.

Sie konnten aber nicht verhindern, dass das Zimmer komplett ausbrannte. Die Bewohner der fünften Etage hatten sich bereits selbst in Sicherheit gebracht. Personen seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, versicherte die Einsatzleitung. Noch während 100 Gäste in den unteren Etagen evakuiert wurden, war oben der Brand gelöscht.

Dies war kein Zufall: Erst vor wenigen Monaten hatten die Kirchheimer Feuerwehren mit Gemeindebrandinspektor Thomas Schneemilch exakt in diesem Teil des Gebäudes eine Übung abgehalten, und waren so mit den Örtlichkeiten und Gegebenheiten bestens vertraut.

Zur Zeit des Brandes war der Hotelkomplex mit etwa 500 Personen belegt. Für die Leiterin der Ferienanlage, Barbara Wonneberger-Braun, war der Brand dramatischer Schlusspunkt in einer Reihe von aufregenden Tagen. Übers Fest hatte es in drei Ferienhäusern Wasserrohrbrüche mit erheblichem Sachschaden gegeben.

Von Bernd Löwenberger und Kurt Hornickel

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