Schon vier Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten insolvent

Firmenpleiten im Kreis: Lage verdüstert sich

Hermann Eimer

Hersfeld-rotenburg. Die wirtschaftliche Lage im Landkreis Hersfeld-Rotenburg scheint sich zu verschlechtern: Bis Ende Juli mussten schon vier Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten Insolvenz anmelden. So viele waren es während des gesamten Jahres 2010 gewesen.

Dies ergibt sich aus der Halbjahresbilanz der Insolvenzabteilung des Amtsgerichts Bad Hersfeld, die Direktor Hermann Eimer jetzt vorlegte. „Bedenklich ist auch, dass es immer schwieriger wird, die zahlungsunfähigen Unternehmen zu sanieren und zu erhalten. Insbesondere für Handelsbetriebe und für Firmen des produzierenden Gewerbes lassen sich kaum noch Kaufinteressenten finden,“ sagte Eimer gegenüber unserer Zeitung. Für die von der Insolvenz betroffenen Arbeitnehmer sei damit immer öfter der Weg in die Arbeitslosigkeit vorgezeichnet.

Dabei hatte es lange Zeit so ausgesehen, als könne die Wirtschafts- und Finanzkrise den Unternehmen im Landkreis nichts anhaben. 2009 war für das Insolvenzgericht ein ruhiges Jahr, und der Anstieg im vergangenen Jahr gab kaum Anlass zur Besorgnis, weil fast ausschließlich Kleinbetriebe und Einzelpersonen betroffen waren.

„Nicht mehr so rosig“

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres musste das Amtsgericht in 29 Fällen das Insolvenzverfahren über das Vermögen von Firmen und selbstständigen Gewerbetreibenden eröffnen. Diese Zahl lag zwar nur unwesentlich höher als im ersten Halbjahr 2010, doch substanziell hat sie ein anderes Gewicht. Betroffen sind beide Kreisteile gleichermaßen.

„So ganz rosig ist die Lage nicht mehr,“ sagt Hermann Eimer.  zum tage

 weiterer Bericht

Von Karl Schönholtz

Kommentare