Maschinenbau: Geldregen für Mitarbeiter von Grenzebach BSH und soziale Projekte

Die Firma als Familie

Grenzebach-Geschäftsführer Bernd Minning (Dritter von rechts) übergab die Firmenspenden an eine Abordnung der Bad Hersfelder THW-Jugend (links) und an die beiden Pfarrer aus dem Stadtteil Hohe Luft. Recht neben Bernd Minning schließt sich der evangelische Pfarrer Carsten Röhr an, ganz außen steht dessen katholischer Amtsbruder Christian Sack. Fotos: Hornickel

Bad Hersfeld. Das Bad Hersfelder Maschinenbau-Unternehmen Grenzebach BSH ist Teil einer Firmengruppe mit 1 500 Mitarbeitern in allen Erdteilen. Geblieben ist das Unternehmen, das in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert, abseits seiner Welt-Marktführerschaft bei Fertigungsstraßen für Gipskarton und Flachglas, ein Familienbetrieb.

Allerdings verlieh Geschäftsführer Bernd Minning während der Weihnachtsfeier in der Produktionshalle auf der Hohen Luft dem Ausdruck eine ganz neue Bedeutung. Er übertrug den Begriff Familie als Umschreibung der Besitzverhältnisse auf die Unternehmenskultur und -struktur. Keiner der Produktionsstandorte könne ganz und gar ohne den anderen sein.

Offenbar klappt das ganz gut, und auch die Folgen der Finanzkrise hat das Maschinenbau-Unternehmen gut verkraftet. Pünktlich bekamen die Mitarbeiterinnen nicht nur ihr Weihnachtsgeld und die Erfolgssbeteiligung, sondern zum 50. Jahrestag der Firmengründung dankten Unternehmer Rudolf Grenzebach und seine Frau Maria den Mitarbeitern auf besondere Weise.

Jeder Mitarbeiter erhält pro Jahr der Firmenzugehörigkeit eine Gratifikation von 50 Euro. Die Firmenjahre bei Babcock BSH werden angerechnet. Auch Teilzeitkräfte und die Auszubildenden aller Grenzebach-Standorte in Deutschland sind eingeschlossen. Alle Betriebsrentner, die seit 2002 die Firma verließen, bekommen im Januar 200 Euro pauschal.

Die Firmenleitung unterstützt auch in diesem Jahr wieder Jugendprojekte in Bad Hersfeld. 1 500 Euro nahmen Benjamin Wettlaufer und Sven Möller als Betreuer für die 29 Angehörigen der THW-Jugend im Ortsverband entgegen.

Geld fürs Zelt

Damit werden die neu angeschafften Zelte mitfinanziert und die Katastrophenschutzübung am Obersberg 2011 gesponsert.

Die Pfarrer der beiden Kirchengemeinden in der Hohen Luft, Carsten Röhr und dessen katholischer Amtskollege Christian Sack, bekamen 1000 Euro für die Fortführung der ökumenischen Jugendarbeit im Stadtteil Hohe Luft. Die Firma Grenzebach fördert das Projekt Jugendarbeit 2010 seit ihrem Umzug an die Hohe Luft.

Die Mitarbeiter ließen im Rahmen der Weihnachtsfeier den Hut herumgehen, und sammelten 1180 Euro für die Arbeit der sozialen Förderstätten in Bad Hersfeld. Die Einrichtung widmet sich Behinderten. Die Spende nahm deren Vertreter Helmut Schwarz noch während der Feier in Empfang. Stefan Otto, der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende, und Personalchef Peter Marcinkowski ehrten acht Jubilare für 25- oder 40-jährige Betriebszugehörigkeit. Für 25 Jahre: Gerhard Becker und Silke Garweg (Vertrieb) Volker Gress (Konstruktion Trockner) sowie Stefan Misof und Ulrich Schwarz aus dem Einkauf. Für 40 Jahre: Ljubisa Djordjevic (Montage), Karl-Heinz Frisch (Auftragscontrolling) und Karl Scholz (Zentrale Dienste). 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden in die Rente verabschiedet oder gingen in Altersteilzeit.

Von Kurt Hornickel

Kommentare