Sinfonieorchester und Chor gastieren am Wochenende bei den Festspielkonzerten

Firma Bosch kann auch Musik

Das Bosch-Sinfonieorchester und der gleichnamige Chor gastieren am Wochenende mit zwei Konzerten in der Stiftsruine von Bad Hersfeld. Foto: nh

Bad Hersfeld. Der Hersfelder Festspielsommer bringt ein weiteres großes Konzertereignis auf die Bühne der Stiftsruine. Das Bosch-Sinfonieorchester, der Bosch-Chor aus Stuttgart und der Philharmonische Chor Heilbronn führen unter der Leitung von Ulrich Walddörfer am Samstag, 6. Juli, um 16 Uhr Felix Mendelssohn-Bartholdys weltliche Ballade „Die erste Walpurgisnacht“ auf.

Im Mittelpunkt dieses Werks steht der große Chor der Wächter der Druiden. Mendelssohn entfacht darin einen Höllenspuk, für den er nach eigenen Angaben ein besonderes Faible hatte. Solisten sind Carmen Mammoser (Alt), Roger Gehrig (Tenor) und Andreas Grossberger (Bariton).

Chor schon seit 1936

Das Bosch-Sinfonieorchester setzt sich überwiegend aus Mitarbeitern der Bosch-Standorte im Großraum Stuttgart zusammen und ist inzwischen zu einem etwa 80-köpfigen Klangkörper herangewachsen. Den Bosch-Chor gibt es bereits seit 1936. Er besteht aus rund 75 Sängerinnen und Sängern, alles Mitarbeiter von Bosch aus dem Großraum Stuttgart. Der Chor und das Orchester leitet seit 20 Jahren Ulrich Walddörfer.

Außer erwähnter Ballade stehen weitere Werke von Mendelssohn auf dem Programm: die Hebriden Ouvertüre und das Violinkonzert in e-Moll, welches heute zum Repertoire aller großen Violinisten gehört. Die Solovioline wird gespielt von Rebekka Hartmann. Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. 2012 gewann sie den Echo-Klassik-Preis für die beste solistische Einspielung des Jahres auf Violine. Sie spielt auf einer Stradivari aus dem Jahr 1675.

Tschaikowsky am Sonntag

Am Sonntag, ebenfalls um 16 Uhr, gibt es eine Wiederholung der Ersten Walpurgisnacht. Hauptwerk ist aber die Sinfonie Nr. 4 in f-Moll von Peter. I. Tschaikowsky. Eine starke autobiografische Färbung verleiht diesem Werk eine einzigartige Tiefe, in der es um Leid, aber auch um Hoffnung geht.

Dem Arbeitskreis für Musik ist es mit der Verpflichtung des Bosch-Sinfonieorchesters und des Chores gelungen, ein weiteres Glanzlicht im Rahmen der diesjährigen Festspielkonzerte zu setzen. Karten sind im Vorverkauf an der Nachtigallenstraße 7, unter Telefon 06621/506713 und -718 sowie an der Tageskasse zu 15, 20, und 25 Euro erhältlich. www.oper-hersfeld.de

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