Wilfried Allendorf verlässt nach 47 Jahren das Landratsamt

Finanzminister in Pension

Jetzt beginnt der Ruhestand: Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (rechts) verabschiedete den langjährigen Leiter des Fachdienstes Finanzen der Kreisverwaltung Hersfeld Rotenburg, Wilfried Allendorf, nach 47 Jahren aus dem aktiven Dienst.

Bad Hersfeld. Der „Finanzminister“ des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, Wilfried Allendorf, ist nach 47 Jahren im Amt in den Ruhestand verabschiedet worden. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt würdigte die langjährige Arbeit seines Fachdienstleiters Finanzen und bezeichnete das Aus-scheiden von Allendorf als „denkwürdiges Ereignis an einem denkwürdigen Tag“.

Auch die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, Personalratsvorsitzende Gabriele Hattwich, Verwaltungsdirektor Gerhard Deiseroth und der frühere Büroleiter Hans-Otto Kurz verabschiedeten Allendorf aus dem Amt und dankten ihm für langjährige gute Zusammenarbeit und seine angenehme Art und große Kollegialität.

Mitgelitten bei Fehlbedarf

Sechseinhalb der 47 Jahre im Amt hat Allendorf eng mit dem Landrat zusammengearbeitet als Kämmerer und als „Herr der Finanzen“. „Das hat Freude gemacht und es hat vor allem Spuren hinterlassen“, sagte Dr. Schmidt. Es sei auch ein Stück Wehmut dabei, wenn Allendorf jetzt gehe. „Sie haben mitgelitten, als es im Haushalt Fehlbedarfe gab - und mir geht es so ähnlich“, führte der Landrat aus.

Allendorf, der 1963 als Verwaltungslehrling beim Kreisausschuss des Landkreises Hersfeld begann, war zunächst in der Landesverwaltung und 1968 bis 1970 nach seiner Übernahme in das Beamtenverhältnis erstmals in der Kämmerei tätig. Er wechselte noch 1970 für 20 Jahre ins Rechnungsprüfungsamt und übernahm 1991 als Amtsrat die Kämmerei, die er jetzt als Verwaltungsdirektor verlässt.

„Preußische Tugenden wie Fleiß, Gewissenhaftigkeit, Loyalität und angenehmes Miteinander“ bescheinigte Dr. Schmidt dem scheidenden Mitarbeiter. Seine fachliche und persönliche Autorität werde fehlen.

Personalratsvorsitzende Gabriele Hattwich ging kurz auf den enormen Wandel ein, der in den Jahren seit Allendorfs Eintritt in das Amt stattgefunden hat: Von der Rechenmaschine zur Doppik fasste sie die Entwicklung zusammen und dankte Allendorf für das langjährige gute Miteinander. Das würdigte auch Kollege Deiseroth im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Etage des Landrats.

Der frühere Büroleiter Kurz gab Allendorf aus eigenen Erleben und zur Freude der zahlreichen Gäste einen guten Rat mit für den folgenden Lebensabschnitt mit seiner Frau: „Wenn du gehorchst, geht’s dir besser“.

Zeit für Verein und Enkel

Der so Geehrte dankte allen für die jahrelange gute Kollegialität und Zusammenarbeit Es habe Höhen und Tiefen gegeben, Erfolge und Rückschläge, aber die „guten Weggefährten und ein Quäntchen Glück“ hätten das Berufsleben gut sein lassen. Allendorf will sich künftig verstärkt seinem Männergesangverein Niederjossa und seiner Familie, besonders den Enkelkindern widmen.

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