Lange Kinonacht bei freiem Eintritt am 6. Juni

Filme erinnern an Krieg in Normandie

Bad Hersfeld. Zum 70. Jahrestag der Invasion der Alliierten in der Normandie bietet das Bad Hersfelder Cineplex am Freitag, 6. Juni, eine lange Kinonacht an. Das Kino unterstützt dabei mit freiem Eintritt die Gedenkarbeit des „sehreich e.V.“

Der 6. Juni 1944 ist als „Der längste Tag“ in die Geschichte eingegangen: Der Tag der Landung der Westalliierten an den Stränden der Normandie. An seinem Ende hatten etwa 15 000 deutsche und nicht weniger als 10 000 alliierte Soldaten ihr Leben gelassen, die in die Tausende gehenden Opfer unter der französischen Zivilbevölkerung nicht zu vergessen. Und doch war die Invasion erst der Anfang der Schlacht in der Normandie. Nach ihr dauerte es noch ein ganzes dreiviertel Jahr, bis der Nazi-Tyrannei über fast ganz Europa mit der deutschen Kapitulation ein Ende gesetzt werden konnte.

Kaum ein Hollywood-Film zeigt den Wahnsinn und die Härte des Krieges in der Normandie besser als Steven Spielbergs mit fünf Oscars ausgezeichnetes Filmepos „Der Soldat James Ryan“. Genau zum 70. Jahrestag der Invasion zeigt das Bad Hersfelder Cineplex-Kinocenter den Film in Langfassung auf der großen Leinwand – bei freiem Eintritt. Kinobetreiber Horst Martin unterstützt damit die Erinnerungsarbeit des Bad Hersfelder „sehreich“-Vereins, der das Thema mit einer Ausstellung im alten Verlagshaus der HZ in der Klausstraße 31 aufgegriffen hat (wir berichteten).

Dokumentation

In der Langen Filmnacht zum 70. Jahrestag der Invasion am Freitag, 6. Juni, wird neben dem „Soldat James Ryan“ auch eine Dokumentation des Kriegsgeschehens in der Normandie gezeigt, ergänzt durch kurze Augenzeugenberichte.

Der Eintritt zur Kinonacht, die um 19 Uhr beginnt, ist frei. So wie auch der Eintritt zur Ausstellung, die an dem Jahrestag am Freitag durchgängig von 11 bis 18.30 Uhr geöffnet sein wird.

Ausstellungsmacher Friedhelm Fett ist besonders auf das Kinopublikum gespannt: „In der Ausstellung hatten wir bereits mehrere Weltkriegsveteranen, die die Invasion selbst mit erlitten und in alliierter Gefangenschaft überlebt hatten. Sie würde ich gerne auch im Cineplex-Kino begrüßen können.“ Beim nächsten runden Jahrestag werden ihre persönlichen Erinnerungen wohl kaum mehr authentisch zu hören sein. (red/zac)

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