Kein Anrufsammeltaxi in Hersfeld und Ludwigsau

Fieberhafte Suche nach AST-Ersatz

Bad Hersfeld. Beim Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) in Kassel hat die fieberhafte Suche nach einem Ersatzunternehmen für den Anrufsammeltaxibetrieb (AST) in Bad Hersfeld und Ludwigsau begonnen. „Wir arbeiten mit dem Regionalverkehr Kurhessen (RKH) an einer kurzfristigen Lösung, aber das ist nicht einfach“, erklärte gestern NVV-Pressesprecherin Sabine Herms auf Anfrage unserer Zeitung. Am Tag zuvor war der NVV von der Mitteilung überrascht worden, dass das bislang mit dem AST-Dienst betraute Taxiunternehmen aus wirtschaftlichen Gründen den Betrieb einstellen muss.

„Das kam für uns völlig unerwartet“, sagte die NVV-Sprecherin, denn Anzeichen für Probleme habe es nicht gegeben. Seit zehn Jahren hatte diese Firma zuverlässig den nächtlichen Liniendienst in der Kreisstadt und der Nachbargemeinde Ludwigsau gewährleistet, seit 2004 über den NVV im Auftrag des RKH. Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling sieht den Ausfall des AST-Betriebs „mit großer Sorge“, weil die Lücke im Angebot den Öffentlichen Personennahverkehr zurückwerfen könnte. Fehling will sich im Zusammenwirken mit RKH und NVV darum bemühen, dass die Sammeltaxis „recht schnell“ wieder fahren.

Schwieriges Geschäft

Das könnte nach Einschätzung von Sabine Herms problematisch werden. Der AST-Betrieb sei ein „schwieriges Geschäft“, weil ihn nur Taxiunternehmen mit größerer Fahrzeugflotte leisten könnten. In Frage kommende Firmen gäbe es jedoch nur wenige.

Die für den Nahverkehr zuständige Abteilung des Landkreises war zu keiner Stellungnahme bereit. Auch das betroffene Taxiunternehmen reagierte nicht auf eine Anfrage unserer Zeitung. Einen Insolvenzantrag hatte diese Firma laut Auskunft des Amtsgerichts in Bad Hersfeld bis gestern nicht gestellt. (ks)

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