Bei der Aktion „Laufen statt Saufen“ zeigten 400 Nachwuchsbrandschützer aus dem ganzen Kreisgebiet eine tolle Leistung

Feuerwehrjugend verlegt 4,5 Kilometer Schlauch

„Laufen statt saufen“ lautete das Motto: 400 Mädchen und Jungen von den Jugendfeuerwehren im Landkreis Hersfeld Rotenburg verlegten 4,5 Kilometer Schlauch quer durch Bad Hersfeld und trafen sich anschließend zu einem gemeinsame Erinnerungsfoto. Foto: Krannich

Bad Hersfeld. Mit 75 Metern fing es im Februar an, als Desiree Patosch von der Jugendfeuerwehr Deisel in Nordhessen die Idee hatte, mit einer sinnvollen Aktion den sich rasch verbreitenden Biernominierungen im Internet zu begegnen. Und so wurden bei bitterer Kälte die ersten Schlauchleitungen unter dem Motto „Laufen statt Saufen“ verlegt und anschließend andere Jugendwehren zur Nachahmung nominiert. Bis zum heutigen Tage erschienen 250 Videos weiterer Aktionen in den sozialen Netzwerken.

Nominierung vom Vogelsberg

Als nun die Jugendfeuerwehr des Landkreises Hersfeld Rotenburg von der Kreisjugendfeuerwehr Vogelsberg nominiert wurde, waren sich alle Beteiligten einig, daraus etwas Besonderes zu machen. Eine Schlauchleitung durch Bad Hersfeld wurde geplant und mit den zuständigen Behörden und Verantwortlichen abgesprochen.

Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling und auch der Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt unterstützten die Aktion und waren auch bereit, neben dem aus dem Dienst scheidenden Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten und den Bürgermeistern Manfred Koch aus Kirchheim und Markus Becker aus Ronshausen die ersten fünf Schlauchlängen zu legen.

Begonnen wurde am Rathaus in Bad Hersfeld, von wo es über den Linggplatz, durch die Einkaufspassage, die Breitenstraße vorbei am Schildepark kreuz und quer durch Bad Hersfeld ging, bis zurück zum Ausgangspunkt. Insgesamt 4 500 Meter Schlauch wurden in nur einer knappen Stunde verlegt.

Regenschauern getrotzt

Selbst kurze Regenschauer konnten die 400 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet nicht aufhalten, diese Nominierung erfolgreich abzuschließen. 130 Betreuer kümmerten sich am Rande um die Rekordjäger, die mit 52 Mannschafts- und Einsatzfahrzeugen nach Bad Hersfeld angereist waren. Und damit die Aktion nicht vergessen wird, wurde am Ende auch noch mit allen Beteiligten ein Gruppenfoto geschossen, bei dem selbst die Einsatzfahrzeuge zu einem symbolischen KJF (Kreisjugendfeuerwehr) zusammen gestellt wurden.

Und damit es mit der Nominierung weiter voran geht, wurden die Kreisjugendfeuerwehren aus Stormarn (Schleswig-Holstein), dem Werra-Meißner-Kreis und die Stadtjugendfeuerwehr Oschatz (Sachsen) von den Kindern und Jugendlichen nominiert, die wohl mit ihrer Leistung gleichzeitig auch einen kleinen Rekord aufgestellt haben, den es nun zu brechen gilt. (jk)

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