Ludwigsaus Bürgermeister Thomas Baumann bemängelt fehlende Abstimmung

Brandschutz am Wehneberg: BI übt Kritik

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Die Windräder am Wehneberg von Rohrbach aus.

Bad Hersfeld. Stadtbrandinspektor Jürgen Richter hat jetzt ein „Konzept zur Schadenabwehr“ für die Windkraftanlagen auf dem Bad Hersfelder Wehneberg vorgelegt. Entsprechende Pläne für den Brandschutz an den Windrädern hatten die Bürgerinitiativen „Rettet den Wehneberg“ und „Für ein liebenswertes Ludwigsau“ vor kurzem erneut angemahnt.

In den 23-Seiten starken Konzept kommt die Feuerwehr zu dem Schluss, dass sie gut vorbereitet auf alle möglichen Vorkommnisse ist. Allerdings räumt SBI Richter im Gespräch mit unserer Zeitung ein, dass Feuerwehr nur Brände am Sockel der Windräder bekämpfen kann. „Ein mögliches Feuer im Maschinenhaus, an der Nabe oder den Rotoren können wir nicht löschen, sondern nur Sekundarbrände bekämpfen“. Weder die Leitern noch der Druck des Löschwassers reichten für die Höhe der Windräder aus.

Kritik an dem Konzept kommt von Bürgermeister Thomas Baumann aus Ludwigsau, der vor allem die fehlende Abstimmung mit der Feuerwehr in Ludwigsau scharf kritisiert. Außerdem moniert er, dass der Einsatz am Wehneberg nicht ausreichend geübt wurde. Genau das bemängelt auch die BI „Rettet den Wehneberg“. Man warte seit langem auf eine reale Feuerwehrübung, das jetzt vorgelegte Konzept sei hingegen nur „virtuell am grünen Tisch entstanden“. (kai)

Mehr über das Brandschutzkonzept und die Kritik von Bürgerinitiativen und aus Ludwigsau lesen morgen in der gedruckten Ausgabe Ihrer Hersfelder Zeitung.

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