Auch die Gäste aus der Nachbarschaft feierten 90 Jahre Feuermeister

Der Lolls-Festzug: Bunt und fröhlich

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Diese muntere Trommelgruppe marschierte und trommelte beim Fachbereich Generationen der Stadt Bad Hersfeld mit.

Bad Hersfeld. Den Feuermeister lieben alle. Und so fühlte sich eine rekordverdächtige Zahl von 70 Vereinen, Gruppen und Firmen motiviert, sich am Lolls-Festzug zum Thema „90 Jahre Feuermeister“ zu beteiligen. Gut zweieinhalb Stunden liefen, tanzten und turnten die Teilnehmer durch die Stadt, musikalisch begleitet von sechs Kapellen und beschallt von einer Vielzahl von Partywagen.

Der Kreisausschuss war in diesem Jahr auf Wunsch des neuen Landrats zu Fuß unterwegs, begleitet von einem kleineren Fahrzeug, auf dem die Bonbons transportiert wurden und bei Bedarf diejenigen, die nicht mehr laufen konnten.

Sekt im Cabrio

Besonders komfortabel hatten es dagegen die vom städtischen Fachbereich Generationen betreuten Senioren. Sie konnten während der Fahrt im offenen Cabrio vergnügt ein Gläschen Sekt genießen.

Zur Freude des Publikums hatten viele der Gruppen fantasievolle und originelle Beiträge gestaltet, aufwändige Kostüme genäht oder ihre Festwagen bunt gestaltet. Besonders auffallend war der Lullusfest-Verein, der zur Lollsteufel-Verbrennung einlud und mit Flammenwerfern beeindruckte. Auch die Bad Hersfelder Festspiele waren mit vielen jungen Nachwuchsdarstellern in den Kostümen der vergangenen Saison dabei, um Werbung für 2017 zu machen.

Apropos Werbung: Dass der Lolls-Festzug eine gute Möglichkeit ist, sich und sein Angebot zu präsentieren, das wissen nicht nur die Bad Hersfelder Vereine, das hat sich zunehmend auch im Umland herumgesprochen. Und so warben die Obergeiser und die Beiershäuser für ihre Kirmes, die Wippershainer und die Kruspiser für ihre Dorfjubiläen, die Haunetaler für ihr Showtanz-Festival in Neukirchen und mit Life-Band für den Haune-Rock in Odensachsen.

Lkw voll feiernder Jugend

Auch eine große Zahl von Firmen beteiligte sich am Umzug, einige originell, wie die Sparkasse, die mit eigener Band, den S-Tones durch die Stadt rollte, andere eher uninspiriert mit großen Lkws voll trinkender, feiernder Jugendlicher oder einfach einer kleinen Fußgruppe. So machten auch Studium Plus und die Studenten der Unfallversicherung auf sich aufmerksam.

Lolls-Montag: Festzug Teil 1

Mit echten sportlichen Leistungen beeindruckten dagegen die Tanzgruppen der Stadtjugendpflege, die Judokas und die Turnerinnen und Turner des TV Hersfeld, die rad- und brückenschlagend durch die Stadt turnten, die Inline-Rennfahrer der Skigemeinschaft Kreis Rotenburg, die mit dem holperigen Kopfsteinpflaster zu kämpfen hatten, die Tanzgruppen des SV Rot-Weiß, des SC 76 Rotensee und des Tanzstudios Birgitt Fründ, die Kampfsportler der Sportschule Michael Müller, die Flying Panzerknackers, die seit 15 Jahren mit sechs Personen am Lollslauf teilnehmen und so auch auf 90 Jahre kommen und die Fußballerinnen des SV Kathus.

Mit Tatütata

Dafür ließ sich die Jugendfeuerwehr Bad Hersfeld, die in diesem Jahr ihr 45-jähriges Bestehen feiert, im Feuerwehrauto mit Tatütata durch die Straßen kutschieren. Mit orientalischem Tanz und zauberhaften Kostümen in Feuerfarben zeigten die Tänzerinnen der Gruppe Balady, dass sie Feuer und Flamme für Lolls sind. Begleitet wurden sie von der Trommelgruppe Drumdemi.

Lolls-Montag: Festzug Teil 2

Einen aufwändigen Wagen mit einem großen Rad aus Baumstämmen hatten die Pfadfinder von den Royal Rangers gestaltet. Der Nachwuchs des Alpenvereins kletterte auf dem Wagen herum, Das Lokal „Insider“ machte auf die neue Trendsportart Bubble-Soccer aufmerksam, der Kirchenkreis zeigte sich in Bewegung mit seiner Aktion „Pilgern mit Traktoren“ und auch das Pilgern auf dem Lutherweg, vor allem die Entspannung danach war ein Thema.

Kleine Feuermeister

Publikumslieblinge waren die Nachwuchs-Feuermeister der Kinderkrippe „Die kleinen Strolche, die märchenhafte Kita Rappelkiste und wie jedes Jahr das Musikcorps Ufhausen und die Schausteller.

Lolls-Montag: Menschen und Impressionen

Brandaktuell präsentierte sich die Hersfelder Zeitung, der Kulturbund stellte sein neues Programm vor, die Bädergesellschaft warb für Aqua Fit, Geistalbad und Kurbadtherme, die Friedewalder Folkloregruppe folgte auf den Kulturverein aus Kurdistan, und natürlich fehlen auch die Kreishandwerkerschaft, das Wortreich, die Lebenshilfe, die Sozialen Förderstätten, die Siedlergemeinschaft Lax und die Schützen nicht.

Vorneweg zogen wie immer die Herolde vom Reitstall Altmüller, die Stadtsoldaten, die Mönche mit Stadtgründer Lullus, der Magistrat mit seinen Gästen, leider ohne die Franzosen in diesem Jahr, und gleich vier Feuermeister.

Von Christine Zacharias

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