Neue Bürgerliste: Auf die Stiftsruine und den Eichhof als Spielorte beschränken

Festspiele ordentlich bewerben

Bad Hersfeld. Gravierende Versäumnisse sieht die Fraktion Neue Bürgerliste in der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung (NBL) im organisatorischen Bereich der Bad Hersfelder Festspiele.

Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Wenn nach einhelliger Meinung die Stiftsruine der herausragende Spielort sei, sei es kontraproduktiv, darüber hinaus weitere Veranstaltungen außerhalb etablieren zu wollen, meint NBL-Fraktionsvorsitzender Michael Bock. So müssten sich die Aufführungen auf die Stiftsruine und den Eichhof konzentrieren und die Zahl der Stücke insgesamt auf höchstens fünf begrenzt sein. Dabei dürfe der vollständig ausverkaufte Eichhof nicht wie in diesem Jahr zu einem großen Verlustgeschäft werden.

„Mit dem Angebot in der Schildehalle wird viel Geld versenkt und sich selbst Konkurrenz gemacht“, stellt Kulturausschuss-Mitglied Armin Leckel fest. Auch das Jugendkulturforum und die Aktion Europolis seien keine Kernaufgaben der Festspiele, sagt Michael Bock. Bock fordert die Präsenz auf lokalen Messen von der Inova in Schenklengsfeld über die Biber-Messe in Bebra bis zur Dokumenta in Kassel. „Dann kommen auch die vom Intendanten vermissten Gäste aus Bad Hersfeld und der näheren Umgebung.“

Beteiligung am Hessentag

Geradezu sträflich sei es, dass man beim Hessentag um einen Beitrag der Festspiele geradezu habe bitten müssen. Das Festspielpokalturnier im Golfclub Oberaula oder eine Veranstaltung im Schloss Friedewald brachten nicht nur den Schauspielern einen willkommenen Zusatzverdienst sondern den Festspielen auch eine weit reichende kostenlose Werbung“, erinnern sich Michael Bock und Armin Leckel.

Ein Fehlschlag sie auch die Einschaltung einer Hamburger Agentur für die Werbung und zur Gewinnung von Geldgebern gewesen.

„Künstlerisch können wir mit den Aufführungen in der Stiftsruine wirklich sehr zufrieden sein“, meint NBL-Fraktionsvorsitzender Michael Bock. (red/jce)

Kommentare