Stadt will Umfeld des Festivals verbessern – Optimismus im Etat

Festspiele: Mehr Qualität und kalkuliertes Risiko

Bad Hersfeld. Die Stadt Bad Hersfeld möchte den Besuchern ihrer Festspiele nicht nur unvergessliche Theateraufführungen bieten, sondern ein rundum gelungenes Erlebnis auch im Umfeld der Stiftsruine. Erster Schritt dahin war die Bestandsaufnahme durch eine eigens eingerichtete Projektgruppe zum Qualitätsmanagement der Festspiele. Deren Leiterin Anke Hofmann stellte jetzt im Stadtverordneten-Ausschuss für Bildung und Kultur erste Erkenntnisse vor.

„Auch das Drumherum muss stimmen“, sagt Hofmann nach dem Gedankenaustausch mit Stadtführern, Gastronomen und Vertretern des Stadtmarketingvereins. Verbesserungsvorschläge betreffen beispielsweise die Beschilderung in der Innenstadt, den Taxi-Service nach den Vorstellungen und die Zusammenarbeit mit den Busunternehmen, deren Fahrer nach Möglichkeit nicht schon vor der Ankunft in Bad Hersfeld Station machen sollen.

Ganz konkret wurde es, als Hofmann die Verkaufssituation in der Kartenzentrale ansprach. Dort blickt der Kunde von einem hohen Tresen herab aufs Festspielpersonal. Um auch den Ticket-Kauf künftig „auf Augenhöhe“ vonstatten gehen zu lassen, sprach sich der Ausschuss für eine zeitgemäße Umrüstung aus. Die Kosten sollen noch in den Haushalt 2012 aufgenommen werden.

Auch der Wirtschaftsplan der Festspiele war Thema im Ausschuss. Dabei wurde bekannt, dass bei den Einnahmen mit einem Plus beim Kartenverkauf von 200 000 Euro kalkuliert wurde. Diesen Optimismus begründete Festspiel-Verwaltungsleiter Karl Schmidt mit dem attraktiven Spielplan.

Auch beim Sponsoring, das vom Intendanten in die Hände einer Hamburger Agentur gegeben wurde, riskiert man eine Rechnung mit deutlich höheren Einnahmen als bisher. Im Plan stehen jetzt 138 000 Euro.

Unter dem Strich hat der Festspiel-Etat 2012 ein Volumen von 5,048 Millionen Euro, knapp 300 000 mehr als dieses Jahr.

zumtage/besetzungen

Von Karl Schönholtz

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