Drei statt vier Produktionen, weniger Aufführungen

Festspiele 2011: Verkürzung denkbar

Bad Hersfeld. Die Bad Hersfelder Festspiele werden im nächsten Jahr möglicherweise wieder verkürzt. Entsprechende Überlegungen werden derzeit in Intendanz und Festspielverwaltung angestellt. Entschieden ist jedoch noch nichts.

Hintergrund ist der unbefriedigende Kartenverkauf, der immer noch hinter der Kalkulation zurückliegt und im Fünf-Millionen-Euro-Etat der Festspiele für ein erhebliches Defizit sorgen wird. Zuletzt waren Tickets für „Carmen“, „Tell“ & Co. dank positiver Kritiken aber wieder stärker gefragt.

„Mit Sicherheit werden wir im nächsten Jahr keine 66 Aufführungen haben,“ erklärte Verwaltungsdirektor Karl Schmidt schon im Hinblick darauf, dass in der laufenden Saison mit drei Neuproduktionen und der Wiederaufnahme der „West Side Story“ vier Stücke auf dem Spielplan standen. 2011 sollen es voraussichtlich wieder drei mit entsprechend weniger Vorstellungen sein.

Intendant Holk Freytag bestätigte gegenüber unserer Zeitung derartige Überlegungen, nannte jedoch keine Details. „Das hängt auch vom Spielplan ab“, sagte Freytag, der momentan an der Zusammenstellung des Programms für 2011 arbeitet.

Schon seine Vorgängerin Elke Hesse hatte 2009 die ursprünglich achtwöchige Spielzeit um eine Woche verkürzt. Freytag hatte in diesem Jahr in Erwartung stärkeren Zuschauer-Zuspruchs wieder um eine Woche verlängert. (ks)

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