Stadt Bad Hersfeld stellt Förderantrag für Multifunktionsbau im Stiftsbezirk

Festspiel-Neubau wird konkret

So könnte der Neubau im Stiftsbezirk aussehen: Das Multifunktionsgebäude für die Bad Hersfelder Festspiele soll anstelle des Alten Zollhauses erreichtet werden. Visualisierung: Birgit Koerbs

Bad Hersfeld. Mit der Einreichung eines Förderantrags wird der geplante Neubau eines Multifunktionsgebäudes für die Bad Hersfelder Festspiele im Stiftsbezirk jetzt konkret.

Hintergrund sind die Probleme mit der räumlichen Ausstattung für den Theaterbetrieb. So ist vor allem der Werkstatt- und Funktionsbereich im Stift derart überaltert, dass die Mannschaft dort Jahr für Jahr enorme Anstrengungen unternehmen muss, um den Ansprüchen des Theaterfestivals überhaupt noch gerecht werden zu können. Das „Alte Zollhaus“, in dem sich Werkstätten, ein Teil des Kleiderfundus und der technischen Büros befinden, hat mittlerweile schwere Bauschäden.

Abhilfe soll nun ein Neubau schaffen, mit dem auch die Funktionen des Gebäudeensembles im Stift neu festgelegt werden. Die Festspielverwaltung und das städtische Museum sollen aus dem derzeitigen Standort im „Zehntgebäude“, dem so genannten „Fruchtmagazin“, aus- und in das neue Multifunktionsgebäude einziehen.

Die Gesamtkosten wurden mit insgesamt 4,85 Millionen Euro veranschlagt. Darin eingeschlossen sind auch die Kosten eines Architekturwettbewerbes, die Abrisskosten des Zollhausesund die archäologische Begleitung der Baustelle im Stiftsbezirk.

Um das benötigte Gebäude finanzieren zu können, hatte sich die Stadt an den örtlichen Bundestagsabgeordneten und Staatsminister Michael Roth gewendet. Roth hatte bereits im Vorfeld Unterstützung signalisiert und hat den Antrag nebst „Machbarkeitsstudie Festspielfunktionshaus“ in die Haushaltsberatungen des Bundes weitergegeben.

Angestrebt wird eine 50-prozentige Förderung des Bauvorhabens. Die andere Hälfte soll über den städtischen Haushalt finanziert werden.

Um eine optische Vorstellung eines solchen Gebäudes an diesem Standort zu erhalten, hat der Magistrat ein Designbüro mit einem ersten Gestaltungsvorschlag beauftragt. In einer kleinen 3D-Animation lässt sich der Neubau auch schon mal „begehen“:

Kommentare