Für 2017 denkt Dieter Wedel über ein Luther-Stück nach

Festspiel-Intendant zieht positive Bilanz für die erste Hälfte der Spielzeit

+
Das Musical "My Fair Lady" könnte 2017 wieder aufgenommen werden.

Bad Hersfeld. Eine positive Bilanz zieht Intendant Dr. Dieter Wedel nach der ersten Hälfte der Bad Hersfelder Festspiele 2016 und verkündet erste Pläne für das nächste Jahr.

Im Interview mit unserer Zeitung bekräftigte Wedel sein Bestreben, das Schauspiel ebenso als Marke zu etablieren wie das beim Musical schon gelungen sei. „Ich bin sehr glücklich, dass ein so schwieriges und ernstes Stück wie ,Hexenjagd’ so gut ankommt. Das war ein großes Risiko“, sagte er und betonte den Anspruch, den Spielplan nach Aktualität zu gestalten: „Das Publikum muss wissen, warum in diesem Jahr dieses Stück gespielt wird.“

Im Lutherjahr 2017 könnte das ein Stück über den Reformator sein. Wedel ist mit einem Autor im Gespräch und beschäftigt sich selbst intensiv mit der Thematik. Die Frage, wie Luther „zu fassen ist“ und auf die Theaterbühne gebracht werden könne, sei jedoch noch nicht beantwortet. Einen biographischen Bilderbogen werde es aber „auf keinen Fall“ geben.

Darüber hinaus plant der Intendant Wiederaufnahmen der „Hexenjagd“ und des in diesem Jahr komplett ausverkauften Musicals „My Fair Lady“. Dass das wechselhafte Sommerwetter insbesondere den Besuch auf der Spielwiese neben der Stiftsruine beeinträchtigt hat, ist einer der wenigen Punkte, die das positive Bild trüben. Denn auch über das gerüchteweise kolportierte Millionendefizit im Wirtschaftsplan der Festspiele sagt Wedel: „Davon weiß ich nichts“.

Gleichwohl beklagt er einen „erheblichen Sockelbetrag“ fester Kosten bei städtischem Personal und Abschreibungen, die den Etat belasten, und fordert: „Das muss sauberer werden.“ Im Gegenzug weist der Intendant auf die Umwegrentabilität bei Handel, Gastronomie und Hotellerie durch die Festspiele hin. (ks/kai)

Mehr zum Thema lesen Sie in der gedruckten Zeitung und im E-Paper.

Kommentare