Festspiel-Flair und Keim-Comeback

Mario Reymond

Richtig positiv ist in diesem Jahr die Stimmung, die sich rund um die Bad Hersfelder Festspiele verbreitet. Und das nicht erst, seitdem auch das Sommerwetter mitspielt. Dabei geht es nicht alleine um künstlerische Erfolge und das wohl gut zu erreichende Soll bei den Besucherzahlen. Lange schon nicht mehr waren die Theatermacher so präsent in der Stadt und im Alltag. Das kommt gut an bei den Hersfeldern und ihren Festspielgästen.

Wen wundert es also, dass die Spatzen es von den Dächern pfeifen, wonach der Vertrag von Intendant Holk Freytag, der zunächst noch die kommende Spielzeit umfasst, um wenigstens zwei Jahre verlängert werden soll. Dem Vernehmen nach soll darüber bei den hohen Damen und Herren im Magistrat der Stadt großes Einvernehmen bestehen. Na prima, dann haut sie doch auch bald raus, die gute Nachricht, möchte man zum nahen Ende der Spielzeit den verantwortlichen Gremien zurufen!

Keine glückliche Figur hat in dieser Woche Heringens Bürgermeister Hans Ries abgegeben. Er hatte wohl gehofft, die kurzfristig Schließung des Heringer Naturbads wegen zu hoher Keimbelastung des Wassers durch Stillschweigen einfach aussitzen zu können. Bloß kein Aufsehen erregen, das war sein Credo. Eigentlich unverständlich für einen Mann, der sonst keiner Konfrontation aus dem Weg geht. In Sachen Bad wäre es besser gewesen, sofort in die Offensive zu gehen und die Bevölkerung über die neuerlichen Schwierigkeiten per Pressemitteilung in Kenntnis zu setzen. Für einen offenen Umgang mit Problemen haben die Menschen nämlich meist Verständnis. Wenn jedoch etwas klein gehalten werden soll, wittern sie schnell Ungemach. Und das ist nicht förderlich.

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