Bad Hersfelder Mehrheitsfraktion kündigt Antrag an

Festspiel-Etat soll gesichert werden

Bad Hersfeld. Die Mehrheitsfraktion aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FWG im Bad Hersfelder Stadtparlament hat angekündigt, den Bestand der Festspiele sichern zu wollen. Ein entsprechender Antrag soll in der nächsten Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden, um die Finanzierung des Ruinen-Theaters zu sichern.

„Das Klein-Klein-Gezerre in der jetzigen Vorbereitungsphase für die kommende Saison führt nicht weiter und schadet dem Ansehen der Festspiele und damit auch der Stadt“, heißt es in einer Pressemeldung des Fraktionsvorsitzenden Bernd Wennemuth (SPD). Es müsse dafür gesorgt werden, dass das Alleinstellungsmerkmal Bad Hersfelds – die Festspiele – weiter auf hohem Niveau gesichert werden. „Wir haben bei unseren Festspielen kein Ausgaben-, sondern ein Einnahmeproblem“, meint Wennemuth.

Die finanzielle Ausgestaltung des Wirtschaftsplanes der Festspiele müsse so erfolgen, dass der vom Intendanten Mitte September vorgelegte und breit akzeptierte Spielplan verwirklicht werden kann und die Festspiele als bedeutender Wirtschaftsfaktor für Hotels und Gastronomie in unserer Stadt wirken können.

Bürgermeister Thomas Fehling hätte nach Ansicht der Mehrheitsfraktion durch ein klares Bekenntnis zu den Festspielen bereits in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung die jetzt entstandene Situation vermeiden können. Stattdessen habe er erklärt, der Spielplan sei nicht finanziert.

„Verlust in Kauf genommen“

Dabei habe Fehling offenbar darauf spekuliert, dass die Parlamentsmehrheit aus SPD/Grünen und FWG die Vorlage trotzdem verabschieden werde, vermutet Wennemuth. Allerdings hatte sich die Mehrheitsfraktion mit einer Ausnahme geschlossen enthalten (wir berichteten).

Bürgermeister Fehling hatte am Freitag erklärt, die Vorbereitungen der Festspiele liefen bereits auf Hochtouren, weil er das Wohl des Ruinentheaters im Auge habe. Dies bezweifelt die Mehrheitsfraktion, denn dann hätte in dieser Woche bereits der Kartenvorverkauf beginnen können.

„Dies hat der Bürgermeister durch das Stoppen aller Druckaufträge verhindert und damit einen Einnahmeverlust billigend in Kauf genommen“ wirft ihm Wennemuth vor. (red/kai)

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