Hersfelder CDU: Kosten von einer halben Million Euro für Auf- und Abbau sind Irrsinn

Feste Bühne für die Ruine

Alles bleibt drin: Die Hersfelder CDU spricht sich dafür aus, auf den teuren Auf- und Abbau von Bühne und Tribüne für die Festspiele zu verzichten. Foto: Andreas Müller/ultraviolett

Bad Hersfeld. Die Bad Hersfelder CDU plädiert für einen Festeinbau von Bühne und Tribüne in der Stiftsruine. Der jährliche Auf- und Abbau für die Festspiele koste rund 500 000 Euro. „Das ist Geldverschwendung“, heißt es in einer Pressemeldung des Stadtverbandes. Der soll sich deshalb auf seiner Sitzung am kommenden Montag auch mit den Festspielen befassen.

Kopfschütteln

Ausgangspunkt für diesen Antrag war ein Besuch von Intendant Holk Freytag beim CDU-Stammtisch von Ralph Habener. Mehr als eine halbe Million Euro müssten Jahr für Jahr für Auf- und Abbau der Tribüne und der Bühne sowie der Technik ausgegeben werden, berichtete Intendant Freytag und löste ungläubiges Kopfschütteln aus.

Besser, so der Antrag für den Parteitag, wäre eine Festinstallation der notwendigen Bauten, um für die Festspiele, die Oper und weitere Veranstaltungen bestens gerüstet zu sein. Darüber müsse mit dem Land verhandelt werden, heißt es in der Stellungnahme des Stadtverbandes.

Der Gedanke, Bühne und Tribüne in der Ruine zu belassen, ist nicht neu – auch in der CDU nicht. Vielmehr hatte sich auch der ehemalige Erste Stadtrat Michael Bock (damals CDU, heute Neue Bürgerliste NBL) dafür ausgesprochen. Daraufhin blieb zumindest die Bühne für einen Winter stehen, was allerdings dem Holz nicht gut bekam. Es blieb bislang bei diesem einen Versuch.

Außerdem erscheint Insidern höchst fraglich, was das Land Hessen als Eigentümer von der Idee hält, dass das Denkmal Stiftsruine das ganze Jahr über vollgestellt bleiben soll. (red/ks)

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