Viele Nationen feierten fröhlich das 25. Internationale Freundschaftsfest

Ein Fest setzt Zeichen

Das reichhaltige Büfet sorgte für Abwechslung auf den Tellern der Gäste. Es gab aus fernen Ländern ausgewählte Gerichte, die so gut, wie sie dufteten, auch tatsächlich schmeckten. Foto. Hettenhausen

bad hersfeld. Um zu zeigen, wie schön es sein kann, wenn Menschen aus unterschiedlichen Nationen zusammenkommen, miteinander feiern und es sich gut gehen lassen, gibt es das Internationale Freundschaftsfest in Bad Hersfeld. Und weil alles, was beliebt und erfolgreich ist, gerne wiederholt wird, wurde die 25. Auflage dieses Festes im Bürgerhaus Hohe Luft fröhlich und ausgiebig gefeiert.

Kulinarische Genüsse

Es roch nach Kardamom, Safran und Orangen, als die Besucher gegen Mittag in das Bürgerhaus strömten. Drinnen erwartete sie nicht nur ein umfangreiches Programm, es standen auch feinste kulinarische Genüsse bereit. Es ist mittlerweile zu einer geschätzten Tradition des Festes geworden, dass der „Partyservice International“, eine Initiative des evangelischen Kirchenkreises Hersfeld, schmackhafte Speisen aus fernen Ländern auftischt.

„Zukunft gewinnen“

„Zusammenhalten - Zukunft gewinnen“ lautete das Motto, das die Organisatoren des Festes, der Verein für Internationale Jugendarbeit, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, das IKUZ Bad Hersfeld, die Kirchenvorstände der Auferstehungs- und der Stadtkirchengemeinde und das „Projekt Jugend 2010“ in diesem Jahr ausgewählt hatten. „Setzen Sie ein Zeichen der Freundschaft- gegen Vorurteile, Diskriminierung, Gewalt“, stand in der Einladung. „Zukunft gewinnen geht nur, wenn wir zusammen unsere Stimmen gegen Gewalt und für die Freiheitsrechte eines jeden Menschen erheben“; sagte Pröpstin Sabine Kropf-Brandau als erste Festrednerin. Gott habe uns einzigartige Gaben gegeben, die nur zusammen ein wahrer Schatz seien, führte sie aus.

So ein Schatz sei das Freundschaftsfest, behauptete der Moderator Hartmut Futterlieb und erntete dafür anerkennendes Kopfnicken. Viele hilfreiche Hände sind nötig, um ein so großes Fest zustande kommen zu lassen. Es sei eines der buntesten Feste Hersfelds, so titulierte es der amtierende Bürgermeister Prof. Lothar Seitz. Sahin Cenik vom Ausländerbeirat lobte es als einen wichtigen Schritt, Integration im Alltag zu leben.

Die Glückwünsche des Landrates und der Ersten Kreisbeigeordneten überbrachte Karl Iffert, der seinen Wunsch für die Zukunft mathematisch formulierte: Alle Gruppierungen sollten Geraden bleiben, aber sich dabei bündeln.

Tänze aus aller Welt

Nicht nur die Gaumen, sondern auch Augen und Ohren der Gäste wurden an dem Nachmittag im Bürgerhaus verwöhnt. Auf dem Programm standen philippinische, orientalische, kolumbianische und Sinti-Tänze sowie die Ballettkinder der Tanzschule Fründ. Die schönen Stimmen des Russischen Chores begeisterten ebenso wie die Geigenspielerin Anastasia Bockskorn und ihre Partner, das Gitarrenduo mit Holger Reuning, Max Reuning am Klavier und Lawrence Wenk mit seinem Saxophon. Auch der Integrative Hort Hohe Luft stellte sich mit Liedern vor. Alle Auftritte wurden vom Publikum reichlich mit Applaus belohnt.

Am Ende, nach fünf Stunden, waren die Kochtöpfe leer und nur noch Kuchenkrümel auf den Blechen zu sehen. „So ist das immer bei uns“, freute sich Irene Adolph, die als Vorsitzende des Vereins für Internationale Jugendarbeit zu den Organisatoren gehört, über das große Interesse.

Von Vera Hettenhausen

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