Stellungnahme der Stadtverordneten-Fraktion

Fern-Uni: CDU sieht Künholz überfordert

Bad Hersfeld. Mit Verwunderung hat die CDU-Fraktion in der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung die Äußerungen der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz (SPD) zum Erhalt des Studienzentrums Bad Hersfeld (StZ) in der Hersfelder Zeitung zur Kenntnis genommen.

Belastbare Fakten

Während die CDU-Fraktion mit belastbaren Fakten argumentiert habe, hat die Erste Kreisbeigeordnete nach Ansicht von Fraktionschef Gunter Grimm in ihrer Stellungnahme aus der HZ vom 5. Februar nur mit „Allgemeinplätzen“ reagiert.

Fakt sei, erklärt Grimm, dass

• das Studienzentrum Bad Hersfeld über der Freundeskreis am 22. März 2010 erstmalig über die Organisationsänderung und den damit eintretenden Folgen informiert worden ist;

• sich Künholz am 22. März 2010, also vor 36 Monaten (!), erstmalig zum Erhalt des StZ geäußert hat;

• am 12. Dezember 2011 das Studienzentrum über die Kündigung der Mentoren zum 1. Oktober 2012, das Ende des Kooperationsvertrages und die erforderlichen Voraussetzungen für die Aufrechterhaltung eines Studienzentrums in Bad Hersfeld, informiert worden ist;

• die Fern-Uni Hagen am 12. März 2012 erneut darauf hingewiesen hat, dass der Kooperationsvertrag mit der Goethe-Universität Frankfurt/M. zum 1. Oktober 2012 und damit auch die vertragliche Basis für Bad Hersfeld ausläuft und der Standort finanziert werden muss;

• die Goethe-Universität Frankfurt/M. eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2012 zugesagt und eingehalten hat

• das Land Hessen seit November 2012 die erforderlichen Mittel für die Finanzierung des Personalkörpers des Zentrums bereitgestellt hat;

• das Studienzentrum seit dem 1. Januar 2013 nicht mehr geöffnet ist.

„Völlig überfordert“

Weiter heißt es in Grimms Erklärung: „Vor dem Hintergrund der aufgeführten Argumente muss sich Frau Künholz die Frage gefallen lassen, warum das Studienzentrum 36 Monate nach dem Erhalt der Erstinformation quasi geschlossen ist?“ „Das Ergebnis“, so Grimm abschließend, „lässt nur einen Schluss zu: Die Erste Kreisbeigeordnete ist mit dem Problemlösungsprozess völlig überfordert!“ (red/ks)

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