Firmen im Kreis bieten in den Sommerferien kaum Plätze an

Ferienjobs für Schüler sind knapp bemessen

Hersfeld-Rotenburg. Die Sommerferien stehen vor der Tür, und damit beginnt für viele Schüler im Landkreis Hersfeld-Rotenburg auch die Suche nach einem passenden Ferienjob. Die befristete Tätigkeit hilft, das Taschengeld aufzubessern sowie frühzeitig Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten. Doch wer bislang noch keinen der begehrten Plätze ergattern konnte, wird es schwer haben: Bis auf wenige Ausnahmen beschäftigen die Unternehmen im Kreis keine Ferienjobber.

„Schüler stellen wir nur in Ausnahmefällen ein“, sagt Laura Amft von der Personalabteilung des Bad Hersfelder Versandhändlers Amazon. Die sechs Ferienwochen seien zu knapp bemessen, um die Jugendlichen sorgfältig einzuarbeiten. Erst ab mehreren Monaten sei eine Anstellung sinnvoll. Auch bei Continental in Bebra nimmt man mittlerweile von Schüler-Aushilfen Abstand. „Unsere Mitarbeiter müssen mindestens 18 Jahre alt sein und bei Bedarf Akkord arbeiten“, erklärt Werksleiter Wilhelm Bock.

In den logo-Getränkemärkten in Hersfeld und Rotenburg werden dauerhafte statt Teilzeit-Aushilfen gebraucht. „Die Schüler, die bei uns arbeiten, müssen präsent sein – auch abends und an den Wochenenden“, sagt Bianca Barth vom Hersfelder Markt an der Homberger Straße. „Sechs Wochen, von denen allein vier zum Anlernen gebraucht werden, sind nicht ausreichend“, bestätigt auch Sonja Bachmann vom Rotenburger logo-Markt an der Kasseler Straße.

Anders sieht die Lage in den Lidl-Filialen in Heringen und Bad Hersfeld aus. Hier werden laut Pressesprecherin Petra Trabert noch Plätze vergeben. Bereits ausgelastet seien hingegen die Niederlassungen in Bebra und Niederaula. Im Werk Werra der K+S KALI GmbH können Schüler und Studenten ab 18 Jahren für mindestens zwei Wochen als Ferienbeschäftigte in den Betriebsalltag hineinschnuppern. Hintergrund, Zum Tage, Seite 2

Von Emily Spanel

Kommentare