Zahlreiche ehrenamtliche Sänger haben bei den Opernfestspielen in der Stiftsruine mitgewirkt

Ferien im Chor

Musikalische Familie: (oben, von links) Lena, Christin und Lasse Löffler, (Mitte, von links) Nils und Michel, (unten, von links) Malte und Mia haben ihre Ferien bei der Oper in Bad Hersfeld verbracht. Foto: Teufel

Bad Hersfeld. Sie bereichern die Oper in Bad Hersfeld mit ihren Stimmen und ihrem Schauspiel als Gruppe. Der Chor der Hersfelder Opernfestspiele setzt sich zusammen aus vielen ehrenamtlichen Sängerinnen und Sängern des Hersfelder Festspielchores sowie des Frankfurter und des Marburger Konzertchores unter Leitung von Siegfried Heinrich. Einige professionelle Sängerinnen und Sänger kommen vom polnischen Bachchor.

Vor allem die Leistung der ehrenamtlich Mitwirkenden ist beachtlich. Unter ihnen sind sogar einige Kinder. Christin Löffler kam mit ihren sechs Kindern extra aus Baden-Württemberg angereist. Sie selbst war nicht zum ersten Mal in Bad Hersfeld, sondern kannte die Oper und die Stadt schon von ihrem früheren Mitwirken als Mitglied des Marburger Konzertchores. In diesem Jahr lernen auch der 15-jährige Lasse, seine Schwester Lena (13), Nils (11), Michel (9) und auch die beiden jüngsten Familienmitglieder Mia (5) und Malte (4) die Opernfestspiele in Bad Hersfeld kennen. Bis auf die beiden Jüngsten singen alle fleißig mit.

Kinderfreundliche Stadt

Rund um die Oper schätzt die Mutter in Bad Hersfeld vor allem die vielen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und ist begeistert, wie kinderfreundlich die „Kurstadt“ doch ist. Auch die Kinder sehen die Zeit in Bad Hersfeld als musikalischen Urlaub an. Der älteste Sohn, Lasse, singt bereits im Tenor II bei den Erwachsenen mit und findet das Singen und die Zeit in Bad Hersfeld sehr entspannend.

Ebenfalls begeistert ist Marion Krzemien, die für die Teilnahme an den Opernfestspielen aus Minden/Lübbecke anreiste. Eigentlich arbeitet sie als Grundschullehrerin, hat aber schon als Kind musiziert und singt auch in Minden in einem Chor. Von einem der Choristen hatte sie erfahren, dass noch junge Stimmen gesucht werden. Daraufhin habe sie eine Demo-CD an den Arbeitskreis für Musik geschickt. Dies ist das gängige Bewerbungsverfahren für fremde Sängerinnen und Sänger. Nun ist sie froh, Teil des Chores zu sein und möchte gerne wiederkommen.

Die Arbeit mit Siegfried Heinrich beschreibt sie als sehr präzise. „Er schaut sehr genau hin und sagt immer, was wir bei den Proben nicht lernen, könnten wir auf der Bühne auch nicht mehr lernen. Er fördert und fordert uns.“

Aber auch „Einheimische“ wirken mit. Edith Dippel-Sucher aus Bad Hersfeld war bereits zum wiederholten Male mit dabei. Vor allem an „Carmen“ reizten die Lehrerin die besondere Musik und die häufigen Einsätze des Chores.

Was sie alle eint ist, dass die Teilnahme an den Hersfelder Opernfestspielen einen angenehmen Gegenpol zu ihrem eigentlichen Alltag und Beruf bietet und sie ihre Freizeit gerne, auch ohne Gage, mit der Musik verbringen.

Von Sabrina Ilona Teufel

Kommentare