Das Weinfest am Kurpark will in diesem Jahr leiser sein als beim letzten Mal

Feiern ja, Rücksicht auch

Der Mann hinter dem Weinfest: Seit drei Jahren organisiert Philipp Kaufmann vom Stadtmarketingverein das traditionelle Event am Rande des Kurparks. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Mit fünf- bis sechstausend Besuchern rechnet Philipp Kaufmann, Geschäftsführer des Vereins Stadtmarketing Bad Hersfeld, für das bevorstehende Weinfest am Kurpark. Doch der Ansturm der feierwilligen Gäste soll in diesem Jahr für die Anwohner mit weniger Lärmbelästigung verbunden sein als 2011.

„Es war uns nach dem letzten Mal sofort klar, dass wir etwas unternehmen müssen,“ sagte Kaufmann, der mitten in den Vorbereitungen für die drei Festtage vom 13. bis zum 15. Juli steckt. Nicht nur einige Beschwerden, sondern auch eigene Erkenntnisse hätten zu dieser Einsicht geführt.

So wird das Festgelände auf dem Theodor-Heuss-Platz in diesem Jahr „gedreht“. Das heißt, die Bühne steht am Kurpark-Ende des Platzes. Der Schall der Musikanlage lässt sich laut Kaufmann technisch so eindämmen, dass er sich auf die Wiese konzentriert. Und die Monitor-Lautsprecher der Künstler – im vergangenen Jahr das große Problem – tönen nun in Richtung Park und Kurhaus.

Auch zeitlich sind die Weinfest-Macher Kompromisse eingegangen. Um Mitternacht soll mit der Musik Schluss sein, der Ausschank zwischen ein und zwei Uhr beendet werden. Am Sonntag, dem Familientag, wird sogar gänzlich auf Lautsprecher verzichtet.

„Wir hoffen, dass es so keine unnötige Belästigung für die Anwohner gibt,“ sagt Kaufmann, der zudem an die Festbesucher appelliert, das Auto gleich zuhause stehen zu lassen. Zum einen seien die Parkmöglichkeiten in der Nähe des Heuss-Platzes schlecht, und zum anderen vertrage sich Alkohol ja ohnehin nicht mit dem Autofahren. Wie berichtet wird extra für das Weinfest ein zusätzlicher Taxi-Standplatz eingerichtet.

Die Resonanz auf das bei den Hersfelder so beliebte Fest ist ungebrochen: Für die Stände der Weinhändler – 17 sind dabei – gibt es weit mehr Anfragen als Kapazitäten, und Kaufmanns Aufruf an interessierte Bands für den Familientag ließ sein Telefon Sturm klingeln.

Unter dem Strich will der Stadtmarketingverein, der das Weinfest 2010 vom Kurbetrieb übernommen hat, mit der Veranstaltung zwar keinen großen Gewinn machen, aber eine „schwarze Null“ erreichen.

Von Karl Schönholtz

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