Asbacher Kirchengemeinde erinnerte an das 80-jährige Bestehen ihres Posaunenchores

Feier mit Bach und Abba

Gut aufgestellt: Der Asbacher Posaunenchor beim Jubiläumskonzert am vergangenen Samstag. Fotos: Apel

ASBACH. Mit einem festlichen Gottesdienst feierte der Asbacher Posaunenchor am frühen Samstagabend sein 80-jähriges Bestehen. Das Schönste dabei: Es waren nicht allein die „Altgedienten“, die beim Jubiläum im Vordergrund standen. Ganz im Gegensatz zu anderen Chören glänzte die Bläservereinigung des Bad Hersfelder Stadtteils mit vielen jungen Mitgliedern.

Grund genug für Pfarrerin Elke Henning, herauszustellen, dass der Chor keineswegs „Asbach uralt“ sei, sondern voller Leben stecke. Mit ihm könne man Gottesdienste und fröhliche Feste feiern, und bei traurigen Ereignissen sei es gerade seine Musik, die mit großer und geheimnisvoller Kraft Trost und Zuversicht verströme.

„Die Klänge des Posaunenchores nehmen die Seele mit, sie tragen und beflügeln uns, und sie helfen uns, wieder ins Lot zu kommen“, erklärte die Seelsorgerin, die die Bläserinnen und Bläser als großen Schatz der Gemeinde bezeichnete.

Mit „klitzekleinen“ Geschenken aus ihrer ganz persönlichen Schatztruhe zeichnete sie Christina Mücke für 10 Jahre, Sebastian Fey, Tobias Tippelt und Mario Bickel für jeweils 20 Jahre, Ewald Fey für 45 Jahre und Heinz Bickel für 50 Jahre Zugehörigkeit zum Posaunenchor aus. Entsprechende Urkunden von Landesposaunenwart Marshall Lamohr überreichte Kirchenvorsteher Jens Ullrich, der auch noch einen Geschenkgutschein der Kirchengemeinde im Gepäck hatte.

Der Chor selbst, der seit über sieben Jahren von Carsten Kobsch geleitet wird, bewies auch im Jubiläumsgottesdienst, was in ihm steckt. Vom klassischen „Wachet auf“ von Johann Sebastian Bach bis hin zum modernen „Thank You for the Music“ von Abba spannte er einen weiten musikalischen Bogen. Ausrufezeichen am Schluss war das „Allegro Gracioso“ von Georg Philipp Telemann.

„Der Posaunenchor gehört zu Asbach einfach dazu!“, brachten es Susanne und Jürgen Lackner nach dem Gottesdienst auf den Punkt. Ihre 13-jährige Tochter Eva gehört mit Tamara Lenz und Paul Wittich zu den Jüngsten des gut 20 Mitglieder starken Chores. Der unterhält sogar eine eigene Homepage.

Einige Ältere sind ihm in so großer Treue verbunden, dass sie immer wieder von ihrem weit entfernten Arbeits- und Wohnort „nach Hause“ kommen, um mit ihren Bläserkollegen zu spielen.

Von Wilfried Apel

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