SPD vermisst Förderantrag – Bürgermeister sieht Stadt positioniert

Fehlings Sportpark wird zum Zankapfel

Bad Hersfeld. Der geplante „Lullus-Sportpark“ in Bad Hersfeld wird entgegen aller vorheriger Willensbekundungen zum politischen Zankapfel. So wirft der SPD-Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) vor, sich nicht rechtzeitig um Fördergelder des Landes Hessen gekümmert zu haben.

Fehling, der das Sportpark-Projekt maßgeblich initiiert hat, widersprach auf Nachfrage unserer Zeitung mit der Feststellung, dass das Land erst im Haushalt 2012 ein Budget bereit stellen müsse, ehe ein konkreter Förderantrag gestellt werden könne.

Mit ihrem bisher erstellten Konzeptpapier habe sich die Stadt wie vom zuständigen Ministerium erwartet positioniert. „So haben wir eine gute Chance, wenn das Programm kommt,“ erklärte der Bürgermeister.

Genau das bezweifelt War-necke nach einer Anfrage bei Innenminister Boris Rhein (CDU). „Die Landes-Haushaltsberatungen stehen vor der Tür. Wenn aber kein Konzept und kein Förderantrag vorliegen, wird es auch kein Geld geben,“ schreibt der Abgeordnete in einer Pressemitteilung.

Minister Rhein hatte gegenüber Warnecke erklärt, an das Ministerium seien seitens der Stadt Bad Hersfeld bisher „lediglich Überlegungen für einen solchen Sportpark“ herangetragen worden“. Deshalb könne über mögliche Beteiligungen keine Aussage gemacht werden.

„Wenn Herr Warnecke das Projekt zerschießen will, soll er das sagen,“ meint dazu der Bürgermeister und fügt hinzu: „Ich verstehe das Hickhack nicht.“

Das sieht auch der Vorsitzende der FDP im Stadtparlament, Bernd Böhle, genauso. Noch bei der gemeinsamen Ausschusssitzung im Juli, als das von der Sportschützin Manuela Schmermund betreute Vorhaben vorgestellt wurde, sei man sich einig gewesen, das Projekt nicht zum Spielball politischer Interessen zu machen, heißt es in einer Presseerklärung des Liberalen.  zum tage, hintergrund

Von Karl Schönholtz

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