Stadtverordneten-Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt zeigt nur geringes Interesse

Fehlings Pedway sanft beerdigt

Bad Hersfeld. Die Idee einer Fußgängerbrücke vom Schilde-Park zum Stadthaus zur besseren Anbindung der unteren Fußgängerzone – das war einer der Kernpunkte aus dem Bürgermeister-Wahlkampf von Thomas Fehling. Doch jetzt wurde der sogenannte Pedway vom Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt – in Abwesenheit des Rathaus-Chefs – sanft beerdigt.

Zwar durfte der Leiter der Bauverwaltung, Johannes van Horrick, die vom Architekturbüro Otto & Wachtel erarbeitete Vorstudie (unsere Zeitung berichtete) noch kurz vorstellen, doch keine der darin aufgezeigten Varianten – darunter auch ein „Andocken“ der Brücke ans Stadthaus – stieß bei den Ausschussmitgliedern auf größeres Interesse. Die Kosten von bis zu zwei Millionen Euro wirkten wohl zusätzlich abschreckend.

Kein Geld im Haushalt

„Damit brauchen wir uns wahrscheinlich nicht weiter zu beschäftigen,“ stellte Ausschussvorsitzender Roland Luley (SPD) fest und fügte hinzu: „Es steht ja dafür auch kein Geld im Haushalt drin.“

Was in den Etat des kommenden Jahres eingestellt wurde, sind jedoch 30 000 Euro für eine Verkehrsplanung am Schillerplatz, die ebenfalls der besseren Anbindung dieses Bereichs für Fußgänger dienen soll. Ob dabei am Ende der bereits mehrfach vorgeschlagene Kreisverkehr herauskommt oder eine andere Lösung, das ließ Martin Bode, Fachbereichsleiter Technische Dienste, zunächst offen.

Ein anderes Projekt ist jedoch nach zweimaliger Ablehnung durch den Ausschuss wiederauferstanden: die Wohnanlage in der Stresemannallee.

Eingedampfter Plan

Nachdem die Stadtplanung die ursprünglichen Vorstellungen des Alheimer Architekten Heinz-Wilfried Jähnert nach vehementen Protesten der betroffenen Anwohner (unsere Zeitung berichtete mehrfach) erheblich eingedampft hat, sind die beiden vorgesehenen Gebäudekomplexe um ein Stockwerk und die Zahl der Wohnung um sechs auf 16 reduziert.

Der so abgeänderte vorhabenbezogene Bebauungsplan geht jetzt ein weiteres Mal in die Offenlegung, so dass die Bürgerinnen und Bürger erneut Stellung nehmen können.

Die Wohnanlage soll auf einem versteckt liegenden Grundstück in zweiter Reihe von Stresemannallee und Gerwigstraße entstehen, das auch unter dem Namen „Alte Ziegelei“ bekannt ist. Erschlossen wird es über eine Zufahrt von der Stresemannallee.

Von Karl Schönholtz

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