Zwei Kandidaten für die Bürgermeisterwahl  in Bad Hersfeld stehen fest

Fehling und Vollmar: Duell ums Rathaus

+

Bad Hersfeld. Gut zwei Wochen vor dem Bewerbungsschluss stehen jetzt zwei Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Bad Hersfeld fest. Amtsinhaber Thomas Fehling hat in einer Pressemeldung erklärt, dass er am 11. September wiedergewählt werden möchte. Sein Herausforderer, der SPD-Stadtverbandschef Karsten Vollmar, soll heute Abend bei einem Parteitag der Bad Hersfelder SPD offiziell als Bürgermeister-Kandidat nominiert werden. Weitere mögliche Bewerber sind derzeit nicht in Sicht. Sie haben aber auch noch bis zum Montag, 4. Juli, 18 Uhr, Zeit, die notwendigen 78 Unterstützer-Unterschriften für die Kandidatur einzureichen.

Tritt wieder an: Bürgermeister Thomas Fehling

Thomas Fehling, mit dessen erneuter Kandidatur alle politischen Beobachter gerechnet haben, erklärte, er habe den Zeitpunkt zur Bekanntgabe bewusst gefällt. „Nach der Kommunalwahl im März bildete sich im Bad Hersfelder Stadtparlament eine neue Allianz, die das Wohl der Stadt zum Ziel hat und für die nicht parteipolitische Interessen im Vordergrund stehen“, schreibt Fehling und spielt damit auf die „Regenbogen-Koalition“ aus CDU, FDP, UBH, FWG und Linken an, die über eine Stimme Mehrheit im Stadtparlament verfügt.

Diese Mehrheit habe bereits mehrere, „für die Entwicklung der Stadt wegweisende Entscheidungen getroffen, zu denen ich meinen Beitrag geleistet habe“. Die neue Konstellation motiviere ihn, erneut zur Wahl als Bürgermeister anzutreten. Zugleich verweist Fehling auf seine Erfolge der ersten Amtszeit. Dazu zählt er die Neuausrichtung der Festspiele, die Modernisierung der Stadtverwaltung und die Konsolidierung der städtischen Gesellschaften.

Will ins Rathaus: Herausforderer Karsten Vollmar

Eben diese Erfolge zweifelt Fehlings Herausforderer KarstenVollmar an. „Wir werden einen Bilanzwahlkampf führen und fragen, wo die Arbeitsplätze und Unternehmensansiedlungen sind, die Thomas Fehling versprochen hat“, sagte Vollmar der HZ. Er wolle sich zudem auf die Themen konzentrieren, „die die Menschen wirklich bewegen“, sagte er. Fehlings Lieblings-Projekt „Smart City“ betreffe nicht die Mehrheit der Hersfelder und ihren Alltag.

Kommentare