Bürgermeister reagiert auf Kritik an Personalpolitik

Fehling rechtfertigt sein Stühlerücken

Thomas Fehling

Bad Hersfeld. Hinter den trutzigen Mauern des Bad Hersfelder Rathauses rumort es. Immer mehr Fachbereichsleiter sind in den vergangenen Wochen von ihren Aufgaben entbunden worden, so wie der Leiter der Festspielverwaltung, Karl Schmidt. Andere wurden umgesetzt, wieder andere faktisch kalt gestellt, wie etwa der verdiente „Mister Lolls“ Wilfried Roßbach, der neben dem Lullsufest auch für das Immobilienmanagement der Stadt verantwortlich war.

Diese Aufgabe habe nun Bürgermeister Fehling persönlich übernommen, „um mir ein detailliertes Bild von den Aufgaben und den Mitarbeitern zu machen“. Man sei dabei, die Abläufe von Grund auf neu zu strukturieren, da die Stadt etwa beim Vermietungsmanagement von Wohnimmobilien deutlich teurer sei als andere Wohnungsanbieter mit gleicher Größe. „Wenn wir tatsächlich unsere Verwaltung effizienter und kostengünstiger gestalten wollen, dann muss man in die Tiefe gehen und die Prozesse genau analysieren. Nur oberflächliches Gerede bringt uns nicht weiter.“ Fehling meint, es gebe in diesem Bereich inzwischen einige Verbesserungen, es bleibe aber noch viel zu tun.

Auch den Fachbereich Kultur führt Fehling, zumindest personaltechnisch. Die inhaltliche Leitung obliegt Renate Schiller-Koblenz, die seit vielen Jahren mit den Festspielen vertraut ist. Inzwischen habe man mehrere arbeitsmethodische Verbesserungen in der Planung und im Controlling der Festspiele eingeführt, erklärt Fehling. „Daher können wir nun auch frühzeitig – und nicht erst am Ende der Saison – feststellen, dass das Budget ausgeschöpft ist.“

Zudem seien Zuständigkeiten klarer definiert worden, und die Arbeitssicherheit sei „endlich auf dem richtigen Weg, nachdem es im letzten Jahr dazu heftige Auseinandersetzungen gab.“

Mit Verweis auf sein „Zukunftskonzept“ für die Festspiele und deren künftige Organisation, rechtfertigt er seine Personalentscheidungen. „Es macht wenig Sinn jetzt Strukturen zu schaffen, die in absehbarer Zeit wieder geändert werden.“ (kai)

Kommentare